Wenger Mike Horn Ranger

Nach dem Wenger RangerWood 55 und dem Wenger Blackout 52.X hat ein weiteres Messer aus dem Hause Wenger seinen Weg zu mir gefunden:
(English description below.)

Das Wenger Mike Horn Ranger (Modellnummer. 1.077.093.831)

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Wie bereits HIER kurz erwähnt, handelt es sich bei diesem Messer um eine Zusammenarbeit zwischen Wenger und dem bekannten Forscher und Umweltaktivisten  Mike Horn, dessen Prototypen er auf seiner Pangea-Expedition benutzte.

Das Messer beinhaltet folgende Werkzeuge:
– glatte Klinge mit Einhandöffnung (100 mm)
– Sheepfoot Klinge mit Wellenschliff und Einhandöffnung (85 mm, per Linerlock verriegelnd)
– Universalzange
– Dosenöffner
– Ahle mit Öhr
– Metallsäge/-feile
– Schlüsselring
– im Griff eingebaute Bit-Aufnahme (incl. Bits)

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Das besondere an diesem Messer sind zusätzlich noch die vollständig recycelbaren Griffschalen, welche das Mike-Horn-Motto „explore-learn-act“ zieren.

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Wie es sich für ein Expeditionsmesser gehört, bietet das Mike-Horn-Ranger eine große Werkzeugauswahl – sogar eine Universalzange ist dabei. Dies wirkt sich jedoch auch auf das Gewicht aus: Das Messer bringt satte 252 Gramm auf die Waage. Zudem könnte die Ergonomie meines Erachtens noch verbessert werden. Zwar verfügt das Messer über zwei Klingen mit Einhandöffnung. Allerdings läßt sich (für mich als Rechtshänder) nur die Sheepfoot-Klinge auch wirklich einhändig öffnen, da diese im geschlossenen Zustand vor der glatten Klinge liegt und die einhändige Öffnung so nicht möglich ist.

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Zudem läßt sich lediglich die Sheepfoot-Klinge per Linerlock verriegeln, während die große glatte Klinge nur über einen Slipjoint-Mechnismus verfügt. Dieser ist bei diesem Exemplar obendrein noch ziemlich lasch, so dass gröbere Arbeiten nicht unbedingt zu empfehlen sind.

Meiner Meinung wurde das beim Victorinox Hunter XT-CS weitaus besser gelöst: beide Klingen sind verriegelbar und können unabhängig voneinander bedient werden.

Trotzdem gefällt mir das Mike-Horn-Ranger sehr und ich finde es auch hier mehr als schade, dass dieses Messer bald nicht mehr erhältlich sein wird. Wer also ein toughes Expeditionsmesser sucht, sollte vielleicht noch zulangen, bevor es zu spät ist.

 

English description:

After Wenger RangerWood 55 and Wenger Blackout 52.X another Wenger Knife found its way to me:

The Wenger Mike Horn Ranger (Modell#: 1.077.093.831)

As shortly mentioned HERE, this knife is a collaboration between Wenger and the known explorer and activist Mike Horn, which used a prototype of this knife during his Pangea-expedition.

The knife offers following tools:
– large plain blade with one hand opening (100 mm)
– serrated sheepfoot blade with one hand opening (85 mm)
– universal pliers
– can opener
– awl
– metal-saw/file
– key-ring
– bit-holder

Special about this knife are the scales which are made of recyable material and show the sloagan of Mike Horn  „explore-learn-act“.

For an expedition-knife the Mike Horn Ranger offers a large toolbar – even a needle nose plier with wire cutter is included. But therefore the knife has its weight: 252 g.
In my oppinion the ergonomy of the knife could be better: Admittedly the knife has two blade with one-hand-opening, but for me (as a right handed person) only the sheepfoot-blade can be opened by one hand, because otherwise the other blade can not be reached with one hand when both blades are closed.

Plus only the sheepfoot blade offers a locking via linerlock, while the large plain blade has only (a very weak) slipjoint mechanism, so hard working is not recommended with this blade.
In my oppionion other knives such as the Victorinox Hunter XT-CS have a better ergonomy and safety.

Besides that I really like the Wenger Mike Horn Ranger a lot and it’s a pitty that this knife will soon not be avialable in the future. So, if you are in serach for a nice expedition-knife, get up!

Review: Spyderco Squeak

Wie HIER und HIER beschrieben, bin ich gerade auf der Suche nach §42a WaffG – konformen Foldern und so kommt nun nach dem Spyderco Pingo das Spyderco Squeak in den Genuß einer näheren Betrachtung:
(English description below.)

 

Daten (laut Katalog):
Gesamtlänge: 128 mm
Klingenlänge: 51 mm (davon scharf:44 mm)
Länge geschlossen: 79 mm
Klingenstärke: 3 mm
Klingenstahl: N690Co
Gewicht: 46 g
Griffmaterial: FRN (fiberglass reinforced nylon)
Verschluss: Slipjoint
Clip: Ja (tip-up, umsetzbar)

 

Erster Eindruck:
Klein, leicht & sozialverträglich waren die ersten Eindrücke, als das Messer aus der verpackung purzelte. Also rundum positiv! Vielleicht ein bißchen klein, ich war aber gespannt, dieses Messer in meine EDC-Rotation einzureihen.

 

Griff:
Die Griffschalen aus leicht texturiertem FRN sorgen dafür, dass das Messer schön leicht daherkommt (nur 46 g!). Durch das kleine „Subhilt-Element“ lag das Messer auch bei meinen recht großen Händen sicher und angenehm in der Hand und erlaubte sicheres wie präzises Arbeiten. Der Drahtclip ist links wie rechts montierbar und läßt das Messer schön tief und dezent in der Hosentasche verschwinden. Gut gefallen hat mir auch, dass die Griffschalen verschraubt sind und sich das Messer bei Bedarf auseinander nehmen läßt.

 

Klinge:
Mit ihrer 44 mm -Schneide liegt das Messer wirklich am untersten Rand dessen, was ich noch als praxistauglich empfinde. Die blattförmige Klingenform an sich bietet mit dem Flachschliff jedoch noch genug praktischen Nutzen, wenn es darum geht im Alltag Verpackungen aller Art zu öffnen oder kleinere Schneidarbeiten durchzuführen. Fürs Brötchenschmieren oder Äpfel halbieren ist das Messer jedoch zu klein.

 

Verschluß:
Es handelt sich hier um ein Slipjoint-Messer, bei dem die Klinge durch den Widerstand der Rückenfeder offen gehalten wird. Im Gegensatz zu so manchem anderen Spyderco ist der Slipjoint bei diesem Messer ordentlich stramm und vertrauenserweckend. Beim Schließen des Messers ist zudem bei etwa 45° nochmal ein half-stop eingebaut – sehr schön!

Fazit:
Das Spyderco Squeak ist ein kleines kompaktes Messer, welches dank Slipoint bedenkenlos in der Öffentlichkeit geführt werden kann. Klare Kaufempfehlung von mir!

English description:

As mentioned HERE and HERE, I am in search of a § 42a WaffG conform folding knife. And after the Spyderco Pingo let’s have a look to the Spyderco Squeak:

Specifications (according to catalogue):
length overall: 5.031 “
blade length: 2 “ (cutting edge: 1.75 „)
length closed: 3.125 “
blade thickness: .125 “
blade steel: N690Co
wheight: 1.6 oz
handle material: FRN (fiberglass reinforced nylon)
locking mechanism: Slipjoint
clip: yes, tip-up, removable

First impression:
Small, light-weight and socially compatible were my first impressions of this knife. So positive all about! Probably a little bit tiny, but I was eager to get this knife in my EDC-rotation.

Handle:
The scales made of textured FRN are the reason for the feather-weight of the knife (only 1.6 oz!). Because of the little subhilt the knife offers good grip even to bigger hands like mine, so you can cut & work safely. The wire clip can be mounted on both sides and allows deep pocket carry. I also like the fact, that this knife can be disassembled if you like to clean it, etc..

Blade:
With its cutting edge of only 1.75″ the blade is at the lowest end of what I think it is practical for use. But the leaf-shaped blade with its practical flat grind offers sufficiant use for EDC applications like opening packages or doing little cutting works. For breakfast or cutting an aplle the blade is defintely too small.

Lock:
Here we have again a slipjoint knife hat  means that the blade is only kept open by the backspring without locking the knife. The backspring is strong enough to prevent closing the knife when working. Plus it offers a half stop function, to enlarge safety.

Conclusion:The Spyderco Squeak is a samll compact knife which can legally carried everywhere.

Review: Benchmade 810 Contego

Wie bereits an andere Stelle erwähnt, habe ich gewisse Vorbehalte gegen „taktische“ Messer. Nichtsdestotrotz hat dieses Exemplar seinen Weg zu mir gefunden und mir gezeigt, was es alles kann. Ich bin beeindruckt – aber lest selbst:
(English description below:)

Benchmade 810 Contego
Spezifikationen (laut Katalog):

Klingenlänge: 10,11 cm
Klingenstärke: 3,96 mm
Gesamtlänge (offen): 23,57 cm
Griffdicke: 13,91 mm
Gewicht: 168 g
Klingenstahl: CPM-M4 (62-64HRC)
Verschluss: AXIS Lock

Erster Eindruck:
GROSS, stabil, schwarz! Das gefällt mir! Das typische Osborne-Design gefiel mir schon immer und macht auch dieses Messer zu einem Hingucker.

Griff:
Das Messer liegt toll in der Hand! Die Griffmulden sind genau da wo sie sein sollen und die gefrästen G10 Schalensind überaus robust. Bei Druckschnitten bietet die Daumenauflage sicheren und bequemen Halt. Zudem ist der Griff durch die skelletierten Stahlplatinen schön leicht.
Einzig der einfach auf die Griffschalen montierte Clip ist wenig hosentaschenfreundlich und mindert ein wenig den Gesamteindruck. Wäre die Montierung des Clips in den Griffschalen versenkt worden, wärs optimal gelöst.

Glasbrecher:
Ich gebs zu: Habe ich nicht getestet, obwohl mich manche (Auto)Scheiben schon gereizt haben. Manchmal hat der Karbidglasbrecher beim wegstecken in die Hosentasche etwas in die Handfläche gepiekt, aber er passt schön ins Gesamtkonzept eines Black-Class-Messers.

Klinge:
Die Reverse-Tanto-Klinge ist satte 10,11 cm lang und besteht aus CPM-M4-Stahl, auf den ich richtig neugierig war. Laut Benchmade ist dies ein nicht-rostfreier, pulvermetallurgischer Hochleistungsstahl mit einer Kombination von 1,42% Kohlenstoff, 4% Chrom, 5,25 % Molybdän, 4% Vanadium und 5,5 % Wolfram.
Die Klingenstärke von fast 4 mm merkt man dank des sauber ausgeführten Flachschliffs überhaupt nicht, sondern das Messer ist sehr schneidfreudig. Der CPM-M4-Stahl gibt sich auch bei dauerhaftem und wiederholtem Einsatz (Zerkleinern eines guten Dutzend Umzugskartons, diverse Holzschnitzereien) keine Blöße und hält seine Schärfe vorbildlich! Eigentlich kein Wunder bei einer Härtung auf 62-64HRC…

Einzig die Serrations, welche diese Version des Messers aufwies, sind meines Erachtens verschenkte Klingenlänge, da ich für diese gar keine Verwendung hatte. Taue, Seile, Netze und anderes Gedöns durchtrennt man meiner Meinung mit einer glatten Klinge nicht wesentlich schlechter und man hat im Gegenzug nicht den Mehraufwand, Serrations nachzuschärfen (gerade bei einer Härtung auf 62-64HRC!).

Lock:
Das Messer hat einen AXIS-Lock. Was soll ich dazu noch sagen? => Perfekt!

Fazit:
Das Benchmade 810 Contego ist ein super verarbeitetes und beeindruckendes Messer. Zwar erscheint es mir als EDC weniger geeignet (ich bevorzuge kleinere Messer), aber als Outdoor- oder „taktisches“ Einsatzmesser gefällt es mir sehr gut.

Zum Schluss noch ein herzliches „DANKE!“ an Toby und Benchmade für die Gelegenheit, meine Vorbehalte gegenüber „taktischen“ Messern wieder ein stückweit abbauen zu können!

Die nächsten Wochen werde ich evtl. gar einen kleinen Schwerpunkt auf die taktischen Messer setzen. Seid gespannt, was Euch erwartet!

English description:

As I mentioned before, I have certain reservations, when it comes to so called „tactical knives“. Nevertheless this specimen found its way to me and prooved itself. And I am very impressed – but have a look at yourself:

Benchmade 810 Contego
Specs (according to catalogue):

blade length: 3.98″
blade thickness: 0.156″
length overall: 9.28″
handle thickness: 0.550″
weight: 5.92oz.
blade steel: CPM-M4 (62-64HRC)
lock: AXIS Lock

First impression:
BIG, stable, black! Great! The typical osborne Design is an eye-catcher and I really like it.

Handle:
The knife offers a good grip. The grooves are exactly where they have to be and the contured G10-scales are very sturdy. The thumpramp offers the thump a good and easy control when it comes to pressure cutting. Plus the handle is quite leight-weight due to the skeletized steel-liners.The only thing I have to mention: The clip is a real trouser pocket killer, because it has not been sunk into the g10 scales.

Glass-breaker:
I confess: I have not tested it, though some car windows really attracted me. Sometimes the glass-breaker was poking into my hands while stowing the knife away. But it fits well into the concept of a black-class-knife.

Blade:
The revesre tanto blade offers blade length galore: 3.98″ made of CPM-M4-steel, which made very curious. According to Benchmade this is a non stainless, CPM high-class steel with its combination of 1,42% carbon, 4% chrome, 5,25 % molybdenum, 4% vanadium und 5,5 % tungsten. Because of the flat grind you do not mention the thickness of 0.156″, but instead this knive loves cutting! Even during long term usage the steel holds its edge more than well. No wonder by 62-64HRC…
The only thing I would spare are the serrations, which I do not use and suppose they are wasted blade length. I cut ropes, meshes, cords, etc. with a plain edge as good as with serrations. But if you have to sharpen a serrated blade with 62-64HRC – that is a shit work!

Lock:
This knive has an AXIS-Lock! Perfect!

Conclusion:

The Benchmade 810 Contegno ist well fabricated and impressive knife. For EDC I would prefer a smaller one, but when it comes to tactical- or outdoor-purposes, this knife is great!

Thanks to Toby and Benchmade Company for the opportunity of testing this knife and reducing my reservations to tactical knives.

Perhaps I will put a focus on tactical knives the following weeks. Stay tuned!

Spyderco-Mod: Amboina Pingo

Zur Abwechslung habe ich mich mal an den Umbau des kürzlich vorgestellten Spyderco Pingo gemacht.
(English description below.)
Für den Alltag mögen die FRN-Schalen ja genügen, aber eine Augenweide sind sie nicht. Da mich die ausdrucksstarke Maserung von Amboina schon bei meinem letzten SAK-Umbau begeisterte, habe ich dem Pingo ebenfalls neue Schalen aus diesem wunderschön gemasertem Amboina gefertigt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, meint Ihr nicht?

English description:

Just for fun I did a mod of my Spyderco Pingo.

The FRN-scales might be sufficient for EDC, but they are not are real beauty. Because the wonderful grain of amboina impressed me on my last SAK mod, I decided to make new scales for my Pingo of this beautiful Amboina, too.  I like the result – do you?

SAK-Mod: Amboina Spartan

Dieses Spartan kommt mit einer Beschalung aus edlem Amboina-Holz daher. Ich bin immer wieder von der lebendigen wie ausdrucksstarken Maserung des Holzes begeistert, die bei der Politur erscheint.

(English description below.)

Aber schaut selbst:

English description:

This Spartan comes along with wooden scales made of fine Amboina. I am very impressed by its expressive beauty and shine which comes by polishing. But have a look by yourself.

In Memoriam: Carl Elsener sen. (1922 – 2013)

Eine traurige Meldung:

 

Sein Vermächtnis lebt weiter

Abschied von Carl Elsener sen. (1922 – 2013)

Ibach-Schwyz, 3. Juni 2013: Traurig, aber dankbar nehmen wir Abschied von Carl Elsener, Seniorchef der Victorinox AG. Er ist am vergangenen Samstag im Alter von 90 Jahren verstorben. Während über 70 Jahren hat er seine ganze Kraft für das Unternehmen, die Mitarbeitenden und das legendäre „Swiss Army Knife“ eingesetzt. Das kleine rote Messer aus Ibach steht heute rund um den Erdball für Schweizer Qualität und Zuverlässigkeit.

1922 wird Carl Elsener in Ibach geboren. Schon früh setzt er seine Schaffenskraft für die Messerfabrik ein. 1950 nach dem Tod seines Vaters übernimmt er die Firmenleitung. Mit der nötigen Weitsicht und viel Innovationsgeist leitet er die Industrialisierung von Victorinox in die Wege und hält das Unternehmen konkurrenzfähig. Was gut war, konnte immer noch besser werden – das war der Kern von Carl Elseners Pionierdenken. Mit Vertrauen in seine Mitarbeitenden, mutigen Entscheidungen und einem ausgeprägten Qualitätsdenken hat er Victorinox – und damit ein Stück Schweiz – in die ganze Welt hinausgetragen.

Für ihn war die Leitung der Victorinox in erster Linie Verantwortung gegenüber den vielen Menschen, die hier eine Lebensgrundlage gefunden haben. Er hat christliche Werte vorgelebt wie gegenseitiges Vertrauen, Respekt, Dankbarkeit und Bescheidenheit, aber auch Mut und Entschlossenheit.

Sein unternehmerisches und menschliches Vermächtnis wird von der Unternehmer Familie und der gesamten Victorinox weitergeführt. Carl Elsener war ein grosses Vorbild – und wird es immer bleiben.

Quelle: http://www.victorinox.com/ch/content/news_page/NC_Carl_Elsener_In_Memoriam

Dafür, dass Sie unzähligen Menschen mit einem „kleinen Taschenmesser“ so viel Freude geschenkt haben, vielen, vielen Dank! Für mich sind Sie der wahre „Swiss Champ“!

Meine aufrichtige Anteilnahme gilt der Familie Elsener und allen Mitarbeitern der Firma Victorinox.

Review: Spyderco Pingo

Unsere Nachbarn in Dänemark sind wirklich nicht zu beneiden, was das Führen von Messern in der Öffentlichkeit angeht: Keine Messer mit Einhandöffnung, keine Messer mit Verriegelungsmechanismus und keine Klinge über 7 cm.
(English description below.)

Damit die Dänen nicht zwangsläufig nur auf die bekannten wie beliebten Schweizer Messer zurückgreifen müssen, hat sich Spyderco daran gemacht ein Modell zu entwickeln, was diese speziellen rechtlichen Vorgaben berücksichtigt.

Als Designer für dieses Projekt verpflichtete man die beiden dänischen Messermacher Jesper Voxnaes, der z.B. das Böker Saga-Küchenmesserset konzipierte und Jens Ansø, der u.a. das Spyderco Zulu oder das Böker Cox entwarf.

Rausgekommen ist das Spyderco Pingo, welches ich Euch nun hier vorstellen möchte.

Zuerst einmal die Daten (laut Katalog):
Gesamtlänge: 147 mm
Länge geschlossen: 88 mm
Klingenlänge: 60 mm (davon scharf: 53 mm)
Klingenstärke: 2,8 mm
Griffdicke: 9,3 mm
Klingenstahl: Böhler N690Co
Gewicht: 54 g
Griffschalen: FRN (fiberglass-reinforced-nylon)
Verschluss: Slipjoint
Clip: Ja (tip-up, umsetzbar)

 

Erster Eindruck:
Klein, leicht und mit erkennbaren Ansø-Anleihen waren die ersten Eindrücke, die mich befielen, als ich die Box öffnete. Also rundum positiv! Vielleicht ein bißchen klein, aber ich wußte ja vorher, was mich erwartete.

Klinge:
Wie die Aufschrift auf der Klingenwurzel verrät, wird das Pingo ebenso wie das Squeak in Maniago (Italien) – also von Fox-Knives – gefertigt. Ebenso wie die Modelle aus Taiwan ist die Verarbeitung auf hohem Niveau: Der Anschliff ist gleichmässig und ordentlich, die Klinge perfekt zentriert.
Optisch kommt die Klinge aus Böhler-Uddeholm’s N690Co-Stahl mit einer Art modifizierter (hochgezogener) Schafsfußklinge daher und ist out-of-the-box beeindruckend scharf. Typisch für das Ansø-Design ist auch die pummelige Klingenspitze, die zuvor auch schon in das Design des Spyderco Rock Lobster einfloss.
Bei 6cm Klingenlänge weist das Spyderco Pingo nur eine Schneidenlänge von 5,3 cm auf.  Wie schon oben dargestellt ist dieser Umstand zwar der restriktiven dänischen Gesetzgebung geschuldet – man muß sich aber trotzdem erstmal darauf einstellen.

 

Griff:
Da das Pingo ja nicht übermäßig dimensioniert ist, braucht es auch keinen allzu großen Griff, um die Klinge unterzubringen. Folglich fällt die Ergonomie für große Hände wie meine auch gerade noch zufriedenstellend aus. Es ist eher ein 3-Finger-Messer und ich vermisse die Möglichkeit einen Lanyard anzubringen, der die Ergonomie evtl. verbessern könnte.
Dafür hat das das Pingo einen umsetzbaren Clip, der die von mir favorisierte „deep-carry“-Trageweise erlaubt. Darüber sorgen die Schalen aus robustem FRN für ein angenehm geringes Gewicht des Messers (54g).

 

Verschluß:
Wie schon beim Squeak handelt es sich hier wieder um ein Slipjoint-Messer, bei dem die Klinge durch den Widerstand der Rückenfeder offen gehalten wird. Auch hier ist der Federwiderstand wieder ordentlich stramm und vertrauenserweckend. Außerden wurde bei etwa 45° nochmal ein half-stop eingebaut – der die Sicherheit beim Schließen des Messer erhöht.


 

Fazit:
Wer ein kleines und formschönes Messer sucht, welches ohne rechtliche Probleme mitgeführt werden kann, ist mit dem Pingo sehr gut beraten.
Zudem kann ich es mir aufgrund seiner kompakten Maße und seiner „entschärften“ Klingenspitze auch gut als Kindermesser vorstellen.

English description:

Our danish neighbours have a very restrictive knife-law: no one-hand-opening, no locking knives, no blades longer >7cm.
So the danish people have an alternative to the Swiss Army Knives (SAKs), Spyderco deveolped a knive that cares of the special knife-law in Denmark. Spyderco engaged two danish knive designers: Jesper Voxnaes who designed the Böker Saga kitchen knives and Jens Ansø, who is responsible for the Spyderco Zulu or Böker Cox.

The projects result is the Spyderco Pingo:

Specifications:
length overall: 147 mm
length closed: 88 mm
blade length: 60 mm (cutting edge: 53 mm)
balde thickness: 2,8 mm
handle thickness: 9,3 mm
steel: Böhler N690Co
weight: 54 g
scales: FRN (fiberglass-reinforced-nylon)
lock: Slipjoint
clip: Ja (tip-up, umsetzbar)

First impression:
Compact, leight-weight and with remarkable Ansø-Design – that were my thoughts opening the box. So very positive! Probably a little bit small, but I knew that before.

Blade:
The Pingo – also like the Squeak are produced in Maniago (Italy) by Fox Knives. Like the models made in Taiwan the quality is very high: Grinding and polishing are well done, the blade is centered exactly.
Optically the blade made of Böhler-Uddeholm’s N690Co-steel comes around as a modified (upswept) sheepfoot blade and is very sharp out-of-the-box. Typical for Ansø-Design is the „missing“ point of the blade which was previously shown at the Spyderco Rock Lobster.
The blade lenghth of 6cm and a cutting edge of only 5,3cm causes in the restrictive Laws of Denmark. You have to deal with it.

Handle:
Because the blade has no large measurements, the handle does not have large measurements either. Therefore the ergonomy is at last sufficient. For my big hands the Pingo is a 3-finger-knive and I miss an lanyardhole to attach a lanyard improving the grip. But the Pingo offers a clip which allows „deep-carry“-options. Plus the knive is very lightweight (only 54g) because of the FRN scales.

Lock:
Like the squeak the Pingo is a slipjoint knive – zhat  means that the blade is only kept open by the backspring without locking the knife. The backspring is strong enough to prevent closing the knife when working. To enforce security the Pingo offers an additional half stop.

Conclusion:
Who is in search for a small but well designed knife which allows carrying without problems should choose the Pingo. Plus – according to the compact measurements and the „missing“ blade point – it would be a great knife for children.

Projektabschluß: Helsper Klauenbeil

Nach der Entrostung per Elektrolyse und dem Anbringen eines neuen Stiels wurden nun die Endarbeiten in Angriff genommen: Dem Beil wurde eine neue ballige Schneide verpasst und zum Transport wurde eine passende Beiltasche gefertigt.
(English description below.)

Zunächst einmal die Fotos:

Wie man auf den Fotos erkennen kann, habe ich darauf verzichtet, die ursprungliche gerade Schneide des Beils wiederherstellen zu lassen, da einfach nicht mehr genug Bart vorhanden war. So wurde die jetzige Schneidenform weitestgehend beibehalten – was sowohl den Gebrauchscharakter des Beils unterstreicht, wie auch die Geschichte des guten Stückes berücksichtigt. An dieser Stelle möchte ich mich bei Meister Jürgen Schanz für seinen tollen Schleifservice bedanken.

Für die handgefertigte Beiltasche ist Stefan Kleinhuber verantwortlich, der der meine Wünsche gekonnt wie fachmännisch umgesetzt hat. Da mir das Beil künftig als Trekkingbeil gute Dienste leisten soll, verfügt die Ledertasche neben der Transportoption einer Gürtelschlaufe noch über einen verstell- und abnehmbaren Lederriemen und kann so auch bei längeren Wanderungen bequem mitgeführt werden. Besonders gut gefallen mir die Details wie der Beiltaschenverschluß für die Beiltasche (!) und die der Farbe des Leders angepassten Beschläge. Vielen Dank für diese tolle Arbeit!

Somit ist die Restaurierung des C. Helsper Klauenbeils nun endlich abgeschlossen!
Ich hoffe, Euch hat es Spaß gemacht, mir bei diesem Projekt ein wenig über die Schulter zu schauen und die Wiederherstellung eines alten Werkzeugs mit Geschichte und Charakter schrittweise nachzuverfolgen. Mein Dank gilt allen, die mich hierbei mit Lob, Kommentaren, Rat und Tat unterstützt haben.

Ich freue mich darauf, das Beil künftig bei manchen Touren als treuen Begleiter an meiner Seite zu wissen und werde Euch diesbezüglich bestimmt auf dem Laufenden halten.

English description:

After derusting via elektrolysis and making a new handle, we come to the projects final: A new edge and a leather case for easy and safe transport.

As you can see on the photos I refrained from making a new straight edge, because there was not enough material left. So I decided to maintain the actual shape – which emphasizes the age and history of this old piece. At this point I would like to thank Master Jürgen Schanz for making the new new convex edge!

Responsible for the new leather case is Stefan Kleinhuber, who converted my ideas and wishes into reality. Because this hatchet will serve as my new trekking-hatchet, the leather case has as well a belt loop as an additional and removable leather-belt for easy carrying. Plus I really like some details like the clasp and  the metal fittings matching the colour of the leather. Thanks for this wonderful leather-work!

So the restoration-project finally came to a good end!

I hope you enjoyed looking over my shoulder while follwing up the single steps of restoring this old tool with its character and own history. I would like to thank all, which supported me with commendation, feedback, advise and help in word & deed.

I am really looking forward to have this new companion at my side on future camping trips and I will of course keep you informed

SAK-Mod: Ziricote Spartan

Für diesen Spartan-Umbau habe ich mich für Ziricote (Cordia dodecandra) entschieden – aber als sogenannter X-Cut. Dabei wird das Holz quer zur Faser geschnitten, was speziell bei diesem Holz für eine besonders gelungene Optik sorgt.
(English description below.)

English description:

I have chosen ziricote (Cordia dodecandra) for this modification of a Spartan – as an x-cut. The wood was cut horizontally so the texture of the grain is shown in a special way.

Wenger Blackout 52.X

Nach dem Wenger RangerWood 55 hat ein weiteres Wenger-Messer den Weg zu mir gefunden:
(English description below.)

Das Wenger Blackout 52.X (Modellnummer: 1.077.252.828.X)

Es handelt sich um eine Variation des 2007 eingeführten Wenger New Ranger 52-Modells, genauer um ein einlagiges, per Linerlock verriegelndes Taschenmesser, welches 3 weitere Funktionen aufweist:
– Klinge (130mm, per Linerlock verriegelnd)
– Korkenzieher und
– Schlüsselring.

Als Besonderheit kommt – wie der Name schon sagt – das Messer (bis auf das Wenger Logo) komplett in Schwarz daher: Klinge, Korkenzieher, Platinen, Griff, Schlüsselring – alles schwarz.

Auch hier bin ich wieder vom Ranger-Design sehr angetan. Die schwarzen Kunststoffgriffschalen mit Evo-Grip-Inlays aus schwarzem Gummi bieten eine sehr gute wie sichere Handlage, während die schwarz PVD (physical-vapor-desposition)-beschichtete Klinge dem Messer einen besonderen eleganten Charme verleiht. Trotz seiner Größe ist das Messer angenehm leicht – nur 98 Gramm.

Ebenso wie beim Wenger RangerWood 55 finde ich es auch hier mehr als schade, dass dieses Messer so nicht mehr erhältlich sein wird.
Vielleicht wird uns Victorinox in Zukunft mit einem ähnlichen Modell beglücken. Wünschen würde ich es mir.

 

English description:

After Wenger Ranger Wood 55 another Wenger-knive found its way to me:

Wenger Blackout 52.X (item number 1.077.252.828.X)

It’s a variety of the 2007 introduced Wenger New Ranger 52, more precisely a one-layer, linerlocking knive which offers three more functions:
– blade (130mm, locking via linerlock)
– corkscrew
– keyring

As a special feature – according to its name – the knive comes (besides the Wenger logo) completely in black: Blade, corkscrew, liners, scales, keyring – all black.
Again I like the typical Wenger Ranger design. The black plstic-scales with the rubber Evo-Grip-inlays offer a good and save grip, while the black PVD-coated blade spreads a special elegant charme. Plus the knive is leightweight – only 98 grams.

Like by the Wenger RangerWood 55 it’s a real pitty that this knive will be produced no longer.
I hope that Victorinox will pick up the idea and produce a similar kind of knive some day.

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