Review: Benchmade 275 Adamas

Bei meiner Suche nach einem stabilen wie funktionalen Begleiter für gelegentliche Outdooraktivitäten hat dieses klappbare Exemplar mein Interesse geweckt, so dass ich Euch meine Eindrücke nicht vorenthalten möchte:
(English description below.)

Benchmade 275 Adamas
Spezifikationen:
Klingenlänge: 9,70 cm
Klingenstärke: 4,00 mm
Klingenstahl: D2 (60-62 HRC)
Länge offen: 22,10 cm
Länge geschlossen: 12,40 cm
Griffbreite: 18,50 mm
Gewicht: 220 g
Verriegelung: Axis-Lock
Griffschalen: G10

Erster Eindruck:
Massiv … echt massiv! Das beschreibt meinen ersten Eindruck am besten. Schon beim ersten Auspacken/in-die-Hand-nehmen strahlt das Messer pure Stabilität & Robustheit aus. Anscheinend hat Shane Sibert (ähnlich wie beim Benchmade 755 MPR) wieder nach dem Prinzip „es darf ruhig ein wenig mehr sein“ gehandelt. Rausgekommen ist ein Messer, welches den harten Arbeitseinsatz jedenfalls nicht zu scheuen scheint.

Griff:
Die G10-Griffschalen in desert-tan sind dermaßen robust und unempfindlich, dass ich sie erst für anodisierte Aluschalen gehalten habe. Jedenfalls bieten sie ordentlich Grip, auch wenn sie keine sonderlich raue Oberfläche haben. Durch die Fingermulden liegt der Griff gut und sicher in der Hand. Auch wenn man – wie ich (Handschuhgröße 10+) etwas größere Hände hat, bietet der Griff genug Volumen, um das Messer selbst mit Handschuhen bequem greifen zu können. Der ausgeprägte Handschutz verhindert zuverlässig, dass die Finger in den Klingenbereich rutschen, während sich der Daumen bequem auf der geriffelten Daumenrampe abstützen kann.

Auch im Reverse-Grip macht das Messer eine gute Figur. Hier bietet das konturierte Griffende sicheren Halt für den Daumen. Endlich wurde der Platz hier mal nicht für einen super-duper-taktischen Glasbrecher verschwendet.

Clip:
Der mattschwarze, umsetzbare (links-rechts, Tip-Up) Clip ist erfreulich kratzunempfindlich und läßt das Messer schön tief in der Hosentsche verschwinden. Sehr schön!

Klinge:
Trotz ihrer knapp 4mm Stärke ist die 9,70 cm lange Klinge erstaunlich schneidfreudig, was wahrscheinlich an dem doch recht hochgezogenen Flachschliff liegt. So konnte sich das Messer dann auch im EDC-Alltag beweisen (Verpackungen öffnen, Kartons zerkleinern, beim Vespern helfen, etc.) und blieb nicht auf seinen bloßen Einsatzzweck als Tactical-Folder (mit den Schneideigenschaften einer Eisenbahnschiene) beschränkt. Benchmade beweist mit diesem Messer wieder, dass sie die Verarbeitung und Wärmebehandlung des als Klingenstahls verwendeten D2 sehr gut im Griff haben. Auch wenn immer wieder Diskussionen über das pro & contra dieses Stahl gibt, tat er sich hier mit einer beeindruckenden Standzeit hervor. Auch die schwarze Beschichtung war erstaunlich resistent gegenüber Kratzern.

Einziges Manko: Die angebrachte Hohlkehle soll wahrscheinlich Gewicht sparen, wie auch Designelement sein. Allerdings ist sie auch Schmutzfänger, was mich manchmal doch eher gestört hat.

Lock:
Das Messer hat meinen geliebten AXIS-Lock! Allerdings war mir die Achsschraube dieses Messers ein wenig zu lasch angezogen. Die Folge: Man konnte das Messer auch ohne Einhandbedienung oder Axis-Lock einfach so aus dem Handgelenk aufschleudern! Beim entriegeln des Messers dagegen fiel die Klinge durch ihr Eigengewicht ohne weiteres Zutun zurück in den Griff – wenn sie nicht durch die Finger des Messerträgers aufgehalten wurde! *grummel* Ich habe die Achsschraube nun ein klein wenig mehr angezogen und nun funktioniert das Messer wie es soll. Die Klinge läßt sich leicht per Daumenpin oder Axis Lock öffnen und fällt beim entriegeln nicht unkontrolliert wieder in den Griff.

Fazit:
Mit dem Benchmade 275 habe ich wieder ein Messer gefunden, welches zwar von Konstruktion und Design eindeutig aus der „Tactical-Ecke“ kommt, welches aber nicht so overbuildt ist, dass man es zum schneiden nicht mehr gebrauchen kann. Dazu noch Benchmade-typisch in einer super Qualität und coolem Design. Super Sache das!
Zum Schluss wieder ein herzliches „DANKE!“ an Pitter von messerforum.net und Benchmade für die Möglichkeit das Messer testen zu können.

 

English description:

I am still searching for a stable and functional outdoor-knife. This folding exemplar woke my interest and so I would like to share my impressions with you.

Benchmade 275 Adamas
Specifications:
Blade length: 3.82″ (9,70 cm)
Blade Thickness: 0.160″ (4,00 mm)
Blade Material: D2 Tool Steel (60-62 HRC)
Overall Length: 8.70″ (22,10 cm)
Closed Length: 4.88″ (12,40 cm)
Griffbreite: 18,50 mm
Weight: 7.70 oz
Lock Mechanism: Axis-Lock
Scales: G10

First impression:
Massive … really massive! This states my first impressions best. By unboxing and first taking it into hand the knives radiates pure stability and ruggedness. Obviously Shane Sibert again (like the Bemchmade 755 MPR) thought „more is better“. The result is a knife that does not shy hard work.

Handle:
The desert-tan G10-scales are such robust that I first thought they were anodized aluminum. They offer really good grip even if they have no rough surface. Because of the finger choil the handle lies good in hand and has enough volume to hold the knive comfortably even with gloves. The bold guard prevents the fingers from gliding into the blade while the thump can easy rest on the contured spine.

Also in reverse-grip the knive is good to handle. The contured end of the handle allows secure grip for the thump where the space was not wasted for a super-duper-tactical glas breaker .

Clip:
The black is viable (left-right, Tip-Up) and hard wearing to marks and allows you to carry the knife deep in your pocket.

Blade:
Despite its thickness of 0.160″ the 3.82″ long blade is surprislingly cutting well, because of the saber-grind. So the knive could proove as my EDC (opening blister, packages, etc.) and was not restricted to its purpose as a tactical knife. Benchmade again prooves that they master the D2 as blade steel. It cuts like hell a really long time. Also the black coating resisted scrachtes very well.

The only deficit: The fuller is probably a design-element and reduces the weight of the blade. But it also attracts dirt which is not suitable for an EDC-knife.

Lock:
The knive has my beloved AXIS-Lock! But the pivot bolt was not apllied firmly enough. So you could just flip the knive open with a move from your wrist.But when unlocking the blade due to its weight fell back uncrontrolled if it was not stopped by some fingers! To prevent that I fastened it a little bit more tight.

Conclusion:
The Benchmade 275 is a knife from the tactical-corner but is not so overbuildt that you could not use it for its purpose of a knife – to cut. Furthermore the knife convinces with Benchmade-like quality and a cool design! I really like it.

Thanks to Pitter from messerforum.net and Benchmade-Company for the opportunity of testing this knife.

Victorinox Damascus Limited Edition 2011

Es ist mal wieder Zeit für einen Blick in meine SAK-Gallerie:

Wer immer schon wissen wollte, welche Messer im Hintergrund meinen Blog schmücken, findet hier die Antwort: Victorinox Damascus Limited Edition 2011 basierend auf dem Climber-Modell mit Ebenholzgriffschalen.
(English description below).

English Description:

It’s time again to have a look in my SAK-gallery:

Who alwas guessed, which knives decorate the background of my blog, here is the answer: Victorinox Damascus Limited Edition 2011 basing on the Climber-Modell with ebony scales.

SAK-Mod: Victorinox Amboina Set

Diesem Messerset, bestehend aus Victorinox Tourist und Classic habe ich ein neues Gewand verpasst. Meine Wahl fiel auf schön gemasertes Amboina-Holz auf rotem Fiber – quasi als Reminiszenz an die roten Cellidorschalen und um den warmen Ton des Holzes zu unterstreichen.
(English description below).

Vielen Dank fürs Schauen!

English description:

This Victorinox-Set containing Tourist and Classic needed a dress-up. I decided that Amboina would look nice. I used red fiber to emphasize the warm colors of the amboina-wood. Additionally the red liners are a reminiscence to the original red scales.

Thanks for looking!

Review: UMAX by Ulrich Hennike

Auch wenn ich derzeit nach dem großen Outdoormesser suche, so begleiten mich die kleinen feststehenden Messer doch täglich im Rahmen meiner EDC-Rotation. So bin ich immer erfreut, wenn ein neues kleines Fixed den Weg zu mir findet und ich es testen darf.

Hier möchte ich Euch nun meine Eindrücke zum UMAX aus der Schmiede des bekannten Messermachers Ulrich Hennicke (Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde (DMG)) mitteilen, der manchen aufgrund seines aktuellen Spyderco-Entwurf, dem Spyderco Ulize, ein Begriff sein könnte.

UMAX by Uli Hennike:
Gesamtlänge: 133 mm
Klingenlänge: 51 mm
Lochdurchmesser: 26 mm
Klingenstärke: 4 mm
Klingenstahl:Niolox
Schliff: Hohlschliff
Gewicht (nur Messer): 55 g
Scheide: Kydexscheide von Alfred Wolter samt Gürteladapter und Taschenclip.

Erster Eindruck:
Den Eindruck, den ich mir anhand von Ulis veröffentlichten Fotos gemacht habe, wird durch die Realität gehalten – ein kleines und sehr schickes Messer, mit stimmigem Design und sauberer Verarbeitung. Alle Kanten sind schön gerundet, das Messer fasst sich gut an, auch bei festerem zupacken gibt es keine drückenden oder störenden Stellen. Die used-optik durch ätzen und stonewash steht dem Messer richtig gut und lädt zum Benutzen ein.

Griff:
Das Konzept eines Ganzstahlmessers mit Fingerloch ist seit Fred Perrins Entwurf des „La Griffe“ bekannt und das UMAX greift das Design gekonnt auf, ohne ein plumpes Plagiat zu sein. Trotz der kompakten Größe ist die Handlage sehr gut und sicher. Sehr viel trägt das Fingerloch dazu bei. Durch die angebrachte Parachute-Cordwicklung wird der Griffkomfort nochmals erhöht und erleichtert auch das Ziehen des Messers aus der Scheide.

Klinge:
Auch wenn meine Arbeitskollegen das UMAX ob seiner Klingenlänge von „nur“ 5,1 cm als „niedlich“ bezeichneten, gilt für mich das Motto: Weniger ist mehr! Als kleines Alltagsmesser oder als Back-Up bietet das UMAX ausreichend Klingenlänge um im urbanen Betätigungsfeld alle anfallenden Arbeiten (Verpackungen, Pakete, Blister, Briefe öffnen, beim Picknick helfen, Grillgut zerteilen) zu erledigen. Denn die – in Anbetracht der Klingenlänge – beeindruckende Klingenstärke von 4mm i.V.m. dem leichten Hohlschliff macht schnell klar, dass das UMAX ein „Worker“ statt einer „Safequeen“ ist. Zwar läßt sich mit dem UMAX kein Baum fällen, aber im Alltag hat sich das Messer vollauf bewährt.

Scheide:
Das Messer kommt in einer Kydexscheide von Alfred Wolter samt samt Gürteladapter und Taschenclip, was variable Befestigungs- und Tragemöglichkeiten ermöglichen soll. Das satte Neongelb der Kydexscheide (das sich an eine Zombie-Acopalüpse anlehnt)  verhilft dem Messer mindestens mal zu einem weiteren Hingucker und trägt mit seiner farbenfrohen Erscheinung zum positiv-zivilen Eindruck des Messers bei.

Dank des Gürteladapters läßt sich das Messer bequem und in verscheidenen Positionen am Gürtel tragen und durch die Lochausparung sehr gut ziehen.
Der beigefügte Taschenclip hingegen kam bei mir nicht zum Einsatz. Zum einen, weil ich das Messer stets bequem per Gürteladapter getragen habe. Zum anderen, weil sich mir nicht erschlossen hat, wie ich die Schrauben, mit denen die Scheide mit dem Gürteladapter verbunden wird, aus dem Adapter entferne, um sie mit dem Taschenclip zu verbinden.


Hier sieht man, wie die Schrauben den Gürteladapter mit dem Kydexholster verbinden.


Nach Abschrauben des Holsters erschließt sich mir allerdings nicht, wie ich die Schrauben ohne große Fummelei am Leder vorbei aus dem Adapter bekomme. Nach entsprechender Rückfrage bei Uli sind die Schrauben mit etwas Fummelei aus dem Gürteladappter zu entfernen und für den Klemmer ( Clip ) zu nutzen.
Fazit:
Das UMAX ist ein kleines aber feines Messerchen mit hoher Alltagstauglichkeit!

Zum Schluß vielen lieben Dank an Uli – es würde mich freuen, irgendwann wieder etwas aus Deiner Schmiede testen zu dürfen!

English description:

Even if I am actually searching for the one outdoor-knife, small fixed knives are true compagnions in my EDC-rotation. So I am always happy, when a new small fixed comes around for a review.

I would like to share my impressions about the UMAX with you, a knife from german knife maker Ulrich Hennike (member of german knife makers guild (DMG), who can be known due to his latest Spyderco-collaboration, the Spyderco Ulize.

UMAX by Uli Hennike:
Overall length: 133 mm
blade length: 51 mm
hole diameter: 26 mm
blade thickness: 4 mm
steel:Niolox
grind: hollow-grind
weight (knife only): 55 g
sheath: Custom kydex-sheath from Alfred Wolter including belt-ladapter and clip.

First Impression:
The impressions I got from the pictures from Ulis website were prooved by reality – a amall and stylish knife with coherent design and perfect craftmansship. Because all edges were well chipped the knife is very handy, even with hard grip there are no incommoding points. The knife has a wonderful used optic due to acid- and stone-wash which invites you to use the knife.

Handle:
The concept of a full-tang-knife with finger-hole is popular since Fred Perrins „La Griffe“. The UMAX ably adapts that design without being a awkward ripp-off. Though its compact measures the handling is good and save. The finger-hole plays its part in contributing to save handling. The paracord wrap still enhances grip-comfort and eases pulling the knife out of its sheath.

Blade:
Even if my colleague called the UMAX mignon due to its blade length of only 5,1 cm, here the motto „less is more!“ rules. As a small EDC- or back-up-knive the UMAX offers enough blade for solving duties in urban area such as opening packaging, blisters, envelopes, assisting by a picknick (cutting steak and sausages), etc.. Considering the blade length this knife offers a remarkable blade strength of 4 mm. In cooperation with the decent hollow-ground it is obvious that the UMAX is a „worker“ instead of a“ save queen“. Cutting down trees will be difficult with this knife, but it has prooved as an urban edc-knive.

Sheath:
The knife comes along with a custom-kydex-sheath from Alfred Wolter including belt adapter and clip which allow multiple carry-options. The rich neon-yellow (why do I associate „Zombie-Apocalypse?“) is an additional eye catcher and suppports the positive, civil appereance of the knife.

Conclusion:
A fine, small and smart knife with high suitability for daily use! Thanks a lot Uli  – I would be delighted in testing another of your knives in the future!

Victorinox Vintage Golfer 84mm

Werfen wir doch wieder einen kleinen Blick in meine SAK-Gallerie:

Victorinox Golfer 84mm: Victorinox-Modell 0.3422: mit langer Nagelfeile/Ahle
(English description below.)

„Das Victorinox Golfer 84mm ist ein schlankes zweilagiges Messer und kann als Vorgänger des modernen Compact-Modells angesehen werden. Da es bei den 84mm-Modellen keine Schere mehr gibt, ist dieses Modell sehr populär. Dieses Modell mit der langen Nagelfeile ist darüber hinaus bei Sammlern sehr begehrt. „

Freie Übersetzung aus dem entsprechenden SAK-Wiki-Artikel

English Description:

„The Victorinox Golfer 84mm is a slim 2-layer knife, it is thought of as the predecessor of the modern Compact. Since the scissors tool is no longer available on any 84mm sized Victorinox knife, this model remains very popular. This model was made in two basic tool varieties; one version contains a long thin nailfile/cleaner on the back of the knife, this specific configuration is highly sought after by collectors as well as others. Starting with this knife, there were several changes over the years leading to the Golfer 91mm and eventually ending up with the Compact.“

Source: SAK-Wiki

SAK-Mod: Mun-Ebenholz Spartan

Statt schwarzem Ebenholz habe ich diesem Messer einen neues Gewand aus vietnamesischem Mun-Ebenholz (Diospyros mun) verpasst. Das Holz zeigt nach dem letzten Feinschliff und anschließender Politur ein beeindruckendes Farbenspiel je nach Lichteinfall und harmoniert prima mit der schwarzen Unterlage aus Fiber. Aber seht selbst:
(English description below.)

English description:

Instead of black ebony I dressed this knife with vietnamese mun-ebony (diospryos mun). After finishing and oiling the wood presents a remarkable play of colours depending on incidence of light and it fits perfect to the black fiber. Take a look at yourself.

Review: G.Sakai Fieldman Trekking Tool

Auch wenn ich manchmal neugierig auf Messer aus der „Tactical-Fraktion“ bin, tendiere ich im Alltag doch eher zu sog. „Gentlemanknives“, also kleine aber feine Messer, die man schön zum Anzug oder im Büro tragen kann. Unter anderem war dies einer meiner Beweggründe, Schweizer Taschenmessern neue Griffschalen zu spendieren.

Doch wie so oft lohnt sich auch ein Blick über den Tellerrand und durch Zufall stieß ich schon vor einiger Zeit auf das Fieldman Trekking Tool von G. Sakai, welches in mein Beuteschema passte und ich Euch hier vorstellen möchte:
(English description below.)

Zuerst einmal die technischen Spezifikationen:

Klingenlänge große Klinge: 7 cm
Gesamtlänge (offen): 16 cm
Gewicht: 60 g
Klingenstahl: ZDP-189
Griffschalen: Holz (Cordia)
Verschluss: Slipjoint
Werkzeuge:
-Grosse Klinge
– Kleine Klinge
– Philips-Schraubendreher
– Dosenöffner
– Kapselheber mit
– Schraubendreher und
– Drahtabisolierer
– Stech-Bohrahle

Erster Eindruck:
Ein Schweizer Messer! Nur dass es aus Japan kommt. Genauer gesagt von G. Sakai, dem renommierten Messermacher, der schon Messer für Gerber, AlMar, Spyderco und andere hergestellt hat, bzw. immer noch herstellt. Scheint so, als ob sich G. Sakai bei diesem Messer eng am Tinker oder dem Classic 11 orientiert hat. Ob man das jetzt gut oder schlecht bewertet, sei jedem selbst überlassen.

Das G.Sakai Fieldman Trekking Tool (oben) im Vergleich mit einem Spartan (unten)

Griff:
Als erstes fallen die toll gemaserten Griffschalen aus Cordiaholz auf, die das Messer zu einem echten Blickfang machen und ein Grund waren, mir dieses Messer zuzulegen. Sie sind nicht lackiert, sondern nur leicht geölt und poliert und sorgen für eine angenehme Griffigkeit.

Erst auf den zweiten Blick fällt mir auf, dass die Griffschalen nicht passgenau auf den Platinen sitzen, sondern minimalst über diese hinausragen. Ist zwar nur ein kleiner optischer Mangel, der die Funktion oder Haptik in keinster Weise beeinträchtigt, wäre aber imho bei der Fertigung mit ein bisschen mehr Sorgfalt zu vermeiden gewesen.

Klingen/Werkzeuge:
Der zweite Grund, warum ich mich für dieses Messer entschied, waren die Klingen aus ZDP-189-Stahl. Da die Werbung vom „Porsche unter den Messerstählen“ (3% Kohlenstoff und die 20% Chrom) spricht, wollte ich mir mal ein eigenes Bild machen.

Hauptklinge: Im Gegensatz zum Victorinox hat die Hauptklinge eine weniger hochgezogene Spitze, sondern tendiert eher zur Sheepfoot-Form. „Out-of-the-box“  war das Messer rasierscharf und die Haare flogen nur so.

Kleine Klinge: Ebenfalls rasierscharf, allerdings ist die Klingenspitze ein wenig verschliffen, so dass es eher eine Klingen“runde“ ist.

Da das Messer ein kombiniertes Weihnachts-/Geburtstagsgeschenk war, kam es kurz vorm Weihnachtsfest und hatte dann auch gleich Festtagseinsätze in Serie: Weihnachten, Silvester, mein Geburtstag, Mutters Geburtstag und noch EDC nebenher. Das bedeutete also Geschenke und Verpackungen (Karton, Papier, Schnüre & Bändsel) öffnen und anschließend mülleimergerecht zerkleinern, diverse Auftritte an den Festbuffets (Grillgut, Brötchen, Wurst, Käse, Tomaten, Gurken, etc.). Neben den Blicken, die dieses Messerchen auf sich zog („Schon wieder ein neues Messer?“ „Echt, aus Japan?“ „Das ist aber schick.“), verursachte es auch große Augen, wenn der obligatorische Rasiertest am Unterarm (mittlerweile kahl) erfolgte („Das ist aber scharf!“).
Wie man erkennen kann, habe ich das Messer trotz der Bezeichnung „Trekking Tool“ nicht für schwere Brech-, Hack und Schneidarbeiten missbraucht, sondern ihm das zugemutet, wofür ich normalerweise auch mein Schweizer Taschenmesser gebrauchen würde.

Und ich bin vom ZDP-189-Stahl sehr angetan! Auch wenn die oben beschriebenen Tätigkeiten jetzt nicht eine High-End-Belastung darstellen mögen, sind sie IMHO doch SAK-adäquat und die Klinge zeigt keinerlei Anzeichen nachlassender Schärfe, sondern rasiert immer noch wie am ersten Tag.
Daumen hoch dafür!!!

Die übrigen Werkzeuge entsprechen der Standardausstattung eines Tinker (allerdings mit „Wenger“-Stil-Büchsenöffner). Statt des Philips-Schraubendrehers hätte ich mir bei diesem Messer den klassischen Korkenzieher (wie beim Spartan) gewünscht; er mag einfach besser zu einem Gentlemanmesser passen.

Lock:
Klassischer Slipjoint wie beim Schweizer Pendant.

Fazit:
Die kleineren „Mängel“ wie die nicht 100% passgenauen Griffschalen oder die nicht sauber definierte Klingespitze der kleinen Klinge entsprechen zwar nicht dem schweizer Vorbild in Sachen Präzision, ansonsten gefällt mir der „Schweizer“ aus Japan aber ausnehmend gut: edle Optik dank Holzbeschalung, gute und zuverlässige Werzeuge für den Alltag, dazu noch eine hohe Sozialverträglichkeit und -akzeptanz. Perfekt!

Wer also – wie ich damals – noch ein passendes Weihnachtsgeschenk sucht (ist ja bald wieder soweit), kann hier bedenkenlos zugreifen!
Vielen Dank fürs schauen!

English description:

Even if I am sometimes curious about so called „tactical“ knives, in my daily routine I prefer „gentlemanknives“, so small but fine knives, fitting to suit or at office. Among other things this was one of the reasons I started modding SAKs.

Often enough it’s rewarding to think outside the box and by chance I found the Fieldman Trekking Tool of G. Sakai, matching my taste.

Specifications:
O/A Length: 16 cm (6.29″)
Blade Length: 7 cm (2.75″)
Steel: ZDP-189
Scales: Cordia Wood
Sheath: leather sheath
Weight w/o Sheath: 60 g (2.12 oz)
Lock: slipjoint
Tools:
– large blade
– small blade
– Philips screwdriver
– can opener
– bottle opener with
– screwdriver and
– wire stripper
– reamer

First impression:

A Swiss Army Knife (SAK)! From Japan! More precisely from G. Sakai, the famous knifemaker, who already produced for Gerber, AlMar, Spyderco and others. Obviously G. Sakai was inspired by Tinker or Wenger 11. It’s your choice to evaluate this inspiration.

Scales:

The wonderful scales made of Codia-Wood are an eyecatcher and one of the reasons I bought this knife. They are not laquered, but oiled are very handy.

On second look it appears that the scales are not exactly fitting the liners. It’s just optical, but I prefer perfect fitting scales.

Blades/Tools:

The second reason for buying this knife were the blades made of ZDP-189 which is advertised as the „Porsche“ of steels (3% carbon and 20% chrome). I decided to have a look for myself.

Large Blade: In contrast to SAK-knives the shape of the blade tends more to „sheepfoot“. Out-of-the-box the blade was razor-sharp!

Small blade:  Razor-sharp too, but the point was a little bit slurred.

Because the knife was a combined christmas/birthday present for me, it had to pass usage in series: Christmas, New Year’s Eve, my birthday, my mothers birthday and also  EDC. That meant: Opening and cutting packages and presents (paper, pasteboard, cord), several perfomances at several buffets (grillables, susages, cheese, steak, vegetables, etc.). The additional mandatory shaving of the forearm (meanwhile completely hairless) caused many astonishments.

As you can see I did not abuse the knive for hard working prcedures like to lever or batoning, beside of the name „trekking tool“. I used it for the same actions I would use my SAK.

And I am very impressed by the ZDP-189-steel. Even if the decribed actions are no high-level-strain, they are imho SAK-adequate and both blades show no sign of reduced sharpness, but shave like the first day!*thumbsup*

The other tools correspond the standard-tools of a Tinker (but with a can-opener in „Wenger“-style). Instead of the Philips screwdriver a would have prefered a corksrew. It would have been a better match for a gentleman-knife.

Lock:

Classic Slipjoint like the SAKs.

Conclusion:

Besides of the not exact fitting scales and the slurred point of the small blade, I really like this japanese SAK: noble appearance by wooden scales, good and trusty tools/blades for EDC, plus high social acceptance. Perfect!

If somebody is looking for an Christmas present for himself or a friend (christmas is coming soon!) this knife is a clear recommendation.

Thanks for looking!

Dachbodenfund: Helsper Klauenbeil

Eigentlich wollte ich Euch heute wieder einen Blick in meine SAK-Gallerie werfen lassen, statt dessen präsentiere ich hier nun einen besonderen Fund:
(English description below.)

Als ich letztes Wochenende beim Räumen eines Dachbodens geholfen habe, fand ich diesen Beilkopf.


Ansicht von links


Ansicht von rechts


Draufsicht von hinten


abgebrochene Zinke


Schmiedemarke

Die Maße sind (in etwa):
Länge gesamt: 16,5 cm
Breite Auge: 5 cm
Länge Bart: 7 cm
Länge Schneide: 9,5 cm
Gewicht: nicht gemessen, nur geschätzt ~ 800 g

Von der Form her könnte es sich um ein Klauenbeil handeln, wobei ein Zinken der Klaue abgebrochen ist. Die Schmiedemarke zeigt eine Krone mit den Initialen C.H. (auf den Fotos leider schlecht zu erkennen) sowie der Zahl 1940 darunter. Laut meinen Recherchen handelt es sich bei dem Hersteller um Carl Helsper, Wuppertal-Küllenhahn.

Auf meine Nachfrage bezüglich des Beiles bei der Firma Helko (Nachfolger der Firma Carl Helsper) erhielt ich auch prompt eine Antwort von Herrn Helsper (vielen Dank dafür!)

Er schätzt, dass es sich um das Modell „Amerikanisches Klauenbeil“ handelt, welches eigentlich für den Export gedacht war. Angesicht der Schmiedemarke 1940, welches er für das Herstellungsjahr hält, kann es seiner Meinung aber auch als militärischer Ausrüstungsgegenstand produziert worden sein. Da das Modell eigentlich eine gerade Schneide hatte, ist dieses Exemplar wohl ausgiebigst benutzt und mehrfach nachgeschliffen worden. Als Stahl für den Beilkopf kam wohl C35 oder C45 zum Einsatz.

Obwohl oder gerade weil das gute Stück ziemlich mitgenommen aussieht, werde ich es wohl wieder herrichten, also entrosten, neu schäften und eine neue Schneide anbringen. Allerdings möchte ich es nicht so machen, wie der berüchtigte Numismatiker, der die geerbten Goldmünzen erst einmal kräftig poliert, damit sie wieder schön glänzen.

Auch wenn es ein wenig nach technischer Fummelei klingt, so werde ich mich bei der Rostentfernung wohl der Elektrolyse bedienen, da sie anscheinend die schonenste Methode darstellt und auch die Patina erhält. Was die Schäftung angeht, bin ich mir noch unsicher, was die Holzwahl angeht – zudem hat das Auge des Beils laut Herrn Helsper wohl ein Sondermaß. Anschließend bekommt das Beil eine neue ballige Schneide verpasst und soll mir dann als Campingbeil dienen.

Soviel erstmal zur Theorie – ich bin gespannt, ob und wie sich dieses Projekt realisieren läßt. Lasst Euch überraschen!

English description:

Last weekend, I helped to clear up an attic and I found this hatched.

The speifications are (vaguely):
lenght overall: 16,5 cm
width eye: 5 cm
lenght beard: 7 cm
lenght blade: 9.5 cm
weight: 800 g (rough)

By shape it could be a claw hatchet, where one prong is broken. The forge marks show a crown with the initials C.H. (not really identifiable on the pictures) and the number 1940 below the crown.
According to my researches the hatchet is manufactured by Carl Helsper, Wuppertal-Küllenhahn, Germany.

I asked the Helko Company (successor of Carl Helsper) about the hatchet and reciewed a prompt answer from Mister Helsper himself (thanks a lot!)

He reckons that this hatched is the „american claw hatchet“-modell which was produced for export. Considering the forge mark 1940 (he assumes this to be the year of production) it can also be produced as military equipment. Because of the modell has a straight blade, this hatchet seems to be hardly used and often sharpened. The steel used for the head is either C35 or C45.

Even though this hatchet has been roughly used I tend to restore it – so derusting it,  put a new handle on it and to sharpen it. To preserve the patina I would like to use electrolysis for derusting it. I am also unsure which wood I could use for a new handle, besides Mister Helsper told me that the eye has custom measure. At last, the hatchet will become a new convex edge and will be used as my „new“ camping hatchet.

So much for theory! I am curious how this project will develope. Stay tuned!

SAK-Mod: Classic trifft Korallenpalisander

Ein kleines Reststück Korallenpalisander war mir zu schade zum wegwerfen, also habe ich es einer anderen Verwendung zugeführt – voila:
(English description below)

Meine Frau freut sich jetzt über einen kleinen schicken Begleiter in ihrer Handtasche.

Danke fürs Schauen!

English Description:

I did not want to waste this tiny leftover of coral palisander, so I made this. My wife is happy to have a new dressy companion in her handbag.

Thanks for looking!

Review: Pohl Force Lima One

Eigentlich bin ich kein ausgesprochener Anhänger sogenannter „tactical knives“ oder von „tactical“-Produkten im Allgemeinen.  Warum? Vielleicht aus Ermüdung gegenüber der Schwemme von Produkten, mit denen diverse Hersteller versuchen, ihre Produkte aufzuhübschen. Oft genug gleitet der Versuch, einen besonderen Nimbus zu schaffen, ins lächerliche ab, wenn man einem x-beliebigen Produkt das Etikett „taktisch/tactical“ draufpappt wie z.B. der tactical Dosenöffner aus reflexfreiem Metall.

Aber manchmal üben manche dieser Messer doch einen gewissen Reiz auf mich aus.  So auch das Pohl Force Lima One. Also war klar, dass ich mir das Messer etwas genauer anschaue.
(English Description below.)

Zum Anfang erst einmal die Spezifikationen:

Modell: Lima One – Desert
Design: Dietmar Pohl
Gesamtlänge: 26,5 cm
Klingenlänge: 13 cm
Klingenstärke: 6 mm
Gewicht: 220 g (ohne Scheide)
Klingenstahl: SK-5 Kohlenstoffstahl mit Powder-Coating in Dark Earth Brown
Schliff: Hohlschliff
Scheide/Etui: Höppner & Schumann Crossdraw-Kydexscheide in Dark Earth Brown
Besonderheiten: Glasbrecher aus Wolframkarbid

Erster Eindruck:
Schon das überaus großzügig dimensionierte Postpaket ließ erahnen, was für eine Art Messer mich erwartet und meine Vorahnung wurde nicht enttäuscht! Das Lima One strahlt pure Stabilität und Robustheit aus! Vom Design her bildet das Lima One das feststehende Ganzstahl-Gegenstück (ohne Griffschalen) zu den Alpha-Two-Messern.

Klinge:
Die 13 cm lange Klinge ist – was Geometrie, Anschliff und Klingenstärke angeht – auf Stabilität ausgelegt. Als taktisches Einsatz- oder stabiles Outdoormesser macht das Messer mit seinen 6mm Klingenstärke durchaus Sinn; für den für den zivilen EDC-Einsatz ist die Klinge eindeutig zu massig & massiv und feine Schneidarbeiten sind nicht ihr Ding.
Dafür läßt das Lima Arbeiten, die bei anderen Messern unter „Missbrauch“ fallen würden, also Hacken, Batoning, Hebeln und Einsatz als Brechstange klaglos über sich ergehen.
Dazu trägt sicher auch der verwendete SK-5 Karbonstahl in nicht unerheblichem Maße bei. Laut Cold Steel (siehe F.A.Q.) ist er das japanische Äquivalent zum amerikanischen 1080-Stahl mit einem Kohlenstoffanteil von 0,75-0,85% und 0,60-0,90% Mangan mit sehr guten Eigenschaften was Schnitthaltigkeit und Schärfe betrifft, was ich nach ausgiebigem Einsatz bestätigen kann.
Die Powder-Coating-Klingenbeschichtung in Dark Earth Brown hat sich darüber hinaus – bis auf ein paar obligatorische sowie unvermeidliche Schrammen und Kratzer – als sehr robust erwiesen.
Was die Verwendung des Recurve-Schliffes angeht, so teilen sich hier naturgemäß die Geister. Entweder man mag ihn oder nicht. Fans eines Recurveschliffes kommen hier jedenfalls voll auf ihre Kosten – mir hat er gefallen!

Wer sich hier übrigens über die makellose Schneidfase wundert, dem sei verraten: Nach ausgiebigem Testen hat das Lima einen winkeloptimierten Schliff (30°) von Meister Jürgen Schanz erhalten.

Griff/Handlage:
Der Griff des Messers für meinen Geschmack etwas überdimensioniert – meine Hand wirkt trotz Handschuhgröße 10+ irgendwie zierlich, wenn ich das Messer in der Hand habe. Die Handlage selbst ist trotz des großen Griffes eher bescheiden – man hat halt nur 6mm Flachstahl zum greifen. Auch das Tragen von „taktischen“ Handschuhen verbessert das Griffgefühl nur marginal – eine Paracordwicklung oder gar Griffschalen würden meiner Meinung die Handlage merkbar verbessern.
Allerdings vertragen sich Schalen oder Wicklung dann nicht mehr mit dem Konzept des von Chris Reeve inspirierten Schäkelöffners. Da ich mehr Wert auf eine angenehme und sichere Handlage denn aufs Schäkel öffnen lege, würde mir das Messer mit Wicklung oder Schalen besser gefallen. Dann müßte aber auch noch ein Konzept verändert werden und zwar das der Scheide (s.u.).

Scheide:
Die farblich aufs Messer abgestimmte Kydexscheide hält das Messer zwar sicher, läßt aber die oben angesprochene Paracordwicklung oder die Montierung von Griffschalen nicht zu. Dazu verschwindet das Messer zu tief in der Scheide – schade!
Beim Versorgen des Messers fällt mir zudem öfters der Glasbrecher aus Wolframkarbid auf – und zwar negativ. Ich weiß, dass ein Glasbrecher quasi ein „must“ bei taktischen Messern ist und doch piekt/sticht er beim Versorgen des Messers unangenehm in die Hand.
Auch mit dem an der Scheide befestigte Gürteladapter bin ich nicht ganz warm geworden. Der Adapter ist schwenkbar und soll so variable Tragemöglichkeiten erlauben – für Rechtshänder. Denn ohne ohne passende Inbusschlüssel können z.B. Linkshänder den den Adapter nicht ummontieren. Ohnehin würde mir hier der Einsatz eines (großen) TekLoks besser gefallen, dann könnte ich die Trageweisemöglichkeiten wirklich variabel gestalten und auch das Messer ganz abnehmen – ohne dafür den Gürtel zu öffnen.

Fazit:
Das Pohl Force Lima ist ein tolles und robustes Messer, welchem auch harter Arbeitseinsatz nichts ausmacht. Allerdings bedürften Handlage (Griffwicklung, -schalen) und die Kydexscheide (incl. Gürteladapter) noch der Überarbeitung, damit das Gesamtkonzept stimmig wird.

Zum Schluß ein dickes DANKE an Pitter von messerforum.net und Pohl Force für das Lima!

English Description:

Actually I am no really convinced of „tactical knives“ or „tactical“-products in general. Why? Maybe because of the glut of products which are pimped by the „tactical“-sticker. Often enough it is ridiculous to call something „tactical“, for example the „tactical“ can opener of non reflecting metal.

But sometimes these knives attract me. So did the Lima and it was clear that I have to test it:

Specs:
Modell: Lima One – Desert
Design: Dietmar Pohl
O/A Length: 26,5 cm
Blade Length: 13 cm
Thickness: 6 mm
Gewicht: 220 g (without sheath)
Steel: SK-5 carbon-steel with dark-earth-brown powder-coating
Grind: hollow-grind
Sheath: Höppner & Schumann Crossdraw-Kydexsheath in dark earth brown
features: tungsten glas-breaker

First Impression:

The Lima One radiates pure stability and sturdiness and is designed as the fixed counterpart of the Alpha-Two-Folders.

Blade:

The 13cm long blade ist built to resist and so it is shaped by geometry, thickness and grind. As a tactical- or outdoor-knife the thickness of 6mm makes sense; for urban EDC the blade is obviously too overbuildt and fine cuts are difficult.
On the other hand the Lima takes abuse such as levering, batoning and wild chopping easy. The SK-5 Carbon-steel might be a reason for that. This steel is the japanese pendant to the american 1080 steel, which consists of 0.75-0.85% carbon and 0.60%-0.90% manganese and allows the steel to achieve an ideal balance of very good blade toughness with superior edge holding ability. I can verify that after extensive testing.
The dark earth brown powder-coating of the blade has proved as very sturdy, besides of a few scratches. Obviously fans of a recurve get served. You have to love recurve, to love the knife. I do!
Do not wonder about the marvelous cutting edge: After testing the blade was sharpened by Master Jürgen Schanz.

Handle:

The handle is a little bit too large. Even my big hands (size 10+) seem a little bit tiny. The grip itself is unassuming because you have only 6mm flat steel in your hand. Even tactical gloves improve the handling not really. Some paracord or even scales would enhance grip appreciably.
But paracord-wrapping or scales would not fit with the concept of the Chris Reeve inspired shackle opener. A knife with paracord-wrapping or scales would be more pleasing to me, because I appreciate a good grip more than shackle opening. But for that the sheath has to be modified.

Sheath:

The colour-fitting kydex-sheath holds the knife safe, but does not figure to a mentioned paracord-wrapping or scales. It’s a pitty.
When inserting the knife into the sheath I noticed the tungsten glas breaker in a negative way. I know that a glas breaker is a „must“ of tactical knives, but when inserting it pricks into my hand.

I also would improve the belt adapter, which allows multiple wear options – for right handed persons. Without matching allen-key it impossoble to mount the adapter. Besides of that I would prefer a big tek-lok for really multiple wear options and to unmount the knife without opening my belt.

Conclusion:

A great and sturdy knife for hard working options. But not really useable without modding the handle and the sheath.
Thanks to Pitter from messerforum.net and to Pohl Force for the Lima!

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