Review: Medford TFF-1

Ein Wort vorweg:
Wie ich schon beim beim Pohl Force Lima schrieb, bin ich immer recht skeptisch, wenn ein Messer als das „ultimative taktische Taschenmesser“ angepriesen wird und es eigens „für Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden entwickelt“ wurde.
Und dennoch war ich mehr als neugierig auf den Medford Tactical Fighting Folder 1 (TFF-1), so dass ich mir einfach persönlich einen Eindruck von diesem Messer machen wollte.

(English description below.)

 

Medford TFF-1
Daten (laut Hersteller):
Gesamtlänge: 25,80 cm
Klingenlänge: 11,40 cm
Länge geschlossen: 13,20 cm
Griffbreite: 1,5 cm
Klingenstärke: 5,0 mm
Klingenmaterial: D2
Griffmaterial: Aluminium und Titan
Verschluß: Framelock
Gewicht: 260 g

Erster Eindruck:
„Massiv“ – selbst dieses Wort scheint für das Medford TFF-1 eine kleine Untertreibung zu sein. Das Messer, welches in einer schicken wie funktionalen Otterbox samt „Hundemarke“, Lanyard und schicker Visitenkarte daherkommt, strahlt pure Stabilität und Robustheit aus. Vielleicht scheint das Messer sogar etwas zu „overbuilt“ zu sein, denn ein EDC-Messer wird das Ding nie werden und will es auch gar nicht sein.

 

Griff/Handlage:
Der Griff des Messers besteht aus einer vorderen Aluminiumplatine mit olivgrüner Beschichtung, während die hintere Platine, die auch den Framelock-bildet, aus Titan besteht. Das ist auch gut so! Ich will nicht wissen, wieviel das Messer, welches bereits so 260 Gramm auf die Waage bringt, wiegen würde, wenn man statt Alu und Titan Stahlplatinen gewählt hätte.

Die Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden, für die dieses Messer entwickelt wurde, scheinen großen Wert auf einen ausladenden Griff zu legen. Selbst mit meinen großen Händen (Handschuhgröße 10+) hatte meine Hand mehr als ausreichend Platz, um das Messer auf verschiedene Arten zu greifen.

Die Handlage würde ich als gut gewerten. Durch den großen Griff, der wirklich viel Platz für verschiedene Griffoptionen bietet, liegt das Messer satt und sicher in der Hand und ermöglicht auch robuste Arbeiten. Die Tatsache, dass die vordere Aluplatine nicht anodisiert sondern nur beschichtet wurde (mit erkennbaren Bearbeitungsspuren darunter), verbuche ich mal als optisches Manko, was jedoch zu kleinerlei Einschränkung der Funktion führt.

Clip:
Der Clip, den das ausgelaserte Medford-Logo ziert ist zwar nicht umsetzbar, dafür aber ordentlich stramm und erlaubt eine „deep-Carry“-Trageweise – wenn die Hosentasche groß genug ist.

Klinge:
Oft verfügen taktische Messer zwar über eine mehr als ausreichende Klingenstärke, was sie zwar sehr robust macht, allerdings nicht gerade zur Schneidfreudigkeit des Messers beiträgt.
Das Medford TFF-1 bietet erfreulicherweise beides: Eine mit satten 5mm recht ansehliche Klingenstärke – Gleichzeitig aber auch einen Hohlschliff, der die Klinge tatsächlich schneiden läßt, statt sie zu einem bloßen Spaltkeil verkommen zu lassen. Die Wahl des D2 als Klingenstahl finde ich auch sehr gelungen – die vielbesungenen Rostprobleme gabs nicht, dafür hielt der Stahl seine Schärfe über den Testzeitraum mehr als gut.
Das ovale Öffnungsloch der Klinge bot dem Daumen auch mehr als genug Platz, das messer einhändig zu öffnen, wiewohl die zweihändige Öffnung aufgrund der Größe des Messers manchmal komfortabler war.

 

Lock:
Das Messer verriegelt per Framelock mit einem satten KLACK und die Klinge hat im geöffneten Zustand weder horizontales noch vertikales Spiel, sondern sitzt bombensicher. Allerdings stellte sich das Lösen des Locks teilweise als recht schwierig heraus, da er sich manchmal regelrecht festgefressen hatte und sich nur mit etwas mehr Kraftaufwand wieder lösen ließ. Naja, lieber manchmal zu fest, als manchmal zu locker…

 

Fazit:
Das Medford TFF-1 ist ein tolles Messer, welches auch harte Arbeiten locker wegstecken kann. Zwar läßt die Alttagstauglichkeit – wie zu erwarten war – ein wenig zu wünschen übrig, aber es ist ein Messer mit hohem Fun-Faktor.

Vielen Dank an Pitter von messerforum.net und Herrn Brunner von outdoor-treasure.de , für die Möglichkeit, dass Messer zu testen.

 

English description:

Like I mentioned before on the review of the Pohl Force Lima, I am always sceptical, when a knife is advertised as the „ultimate tactical knife„, which was only developed „for military & law enforcement personnel„. But I was just to curious about the Medord Tactical Fighting Folder 1 (TFF-1), so I had to take a look at myself.

Medford TFF-1
Specifications (according to catalogue):
length overall: 25,80 cm
blade length: 11,40 cm
length closed: 13,20 cm
handle thickness: 1,5 cm
blade thickness: 5,0 mm
blade steel: D2
handle material: aluminium & titanium
lock: Framelock
weight: 260 g

First impression:
„Massive“ – even this word seems to be a little underestimation for the Medford TFF-1. This knife, which comes along in a fancy and functional otter-box with dog-tag, lanyard and business card, radiates pure sturdiness and stability. Maybe the knife itsself is a little bit „overbuilt“, becaus e this knife will never be an EDC and does not want to be one.

Handle:
The handle of the knive is made of a front aluminium-liner with an olive-green coating, while the backward liner, which also serves as framelock, consits of titanium. That’s a good thing! I don’t want to know the weight of the knife, which already weights 260 gramms, if the handle would be built with steel liners! The for military & law enforcement personnel, for which this knife was designed obviously like a expansivehandle. Even with my large hands (glove-seize 10+) my hands have more than sufficient room for differnet grip-options. The grip options are good and safe and allow sturdy working. The fact that thre are visible fabrication-marks under the olive-green-coating are just optical-flaws but do not reduce the function.

Clip:
The laser-cut clip is embellished by the Medford-logo. The clip itsself is not switchable but allows „deep-pocket-carry“ ( if your trousers are big enough).

Blade:
Often tactical knives offer a more than sufficiant blade-strength, which makes them sturdy but do not offer good cutting-performances. Fortunately the Medford TFF-1 offers both: good cutting performance by the hollow-grind and a sturdy blade strength of 5mm. The choice of D2-steel is also a good choice. The blade kept the edge more than well and showed no signs of rust at all. Due to the thumb-hole the knife allows one-hand-opening, but it is more comfortable to open this massive knife with both hands.

Lock:
The framelock holds the blade safe, so it has wether vertical nor horicontal play. Unlocking the knife is sometimes not easy, because you need a lot of strength to release the blade. But safe is safe…

Conclusion:
The Medford TFF-1 is a great knife for harder work. Its a little too overbuilt to be an EDC-knive, but therefore it offers a high fun-factor!

Thanks to Piter from messerforum.net and to Mister Brunner from outdoo-treasure.de for the opportunity of testing this knife!

Review: Oberland Arms Black Sepp

Nach dem Benchmade 810 und dem Spyderco Para Military 2 wird die Serie über taktische Messer fortgesetzt und zwar mit dem:

Oberland Arms Black Sepp

(English description below.)

Zuerst einmal die Daten (laut Hersteller):
Gesamtlänge: 225 mm
Klingenlänge: 105 mm (davon 95 mm scharf)
Klingenstärke: 4,8 mm
Klingenhöhe: bis max. 37mm
Gewicht (ohne Scheide): 250 g
Stahl: D2 (58-59 HRC) mit schwarzer PVD-Beschichtung
Schliff: Flachschliff
Griffmaterial: konturierte G10 Schalen (+ Spacer)
Griffstärke (ohne Spacer): 20,0 mm
Griffstärke (mit Spacer): 22,3 mm
Scheide: Nylon

 

Erster Eindruck:
Schwarz, stabil, stark sind die ersten Assoziationen, die mir bei diesem Messer in den Sinn kommen. Design, Konstruktion und Haptik gefallen mir sofort sehr gut. Das Oberland Arms Black Sepp könnte sich als ernsthafte Alternative zu meinem geliebten Fällkniven F1 entpuppen.

Kommen wir nun zu den Details:

Griff/Handlage:
Der Griff des Messers mit seinen konturierten G10-Schalen bietet auch für meine großen Hände (Handschuhgröße 10+) ausreichend Platz fasst sich durch seine voluminöse Art einfach gut und sicher an. Falls einem das Griffvolumen zu mickrig ist, könnte man noch die Griffschalen (dank Sechskantverschraubung) entfernen und das Griffvolumen durch die mitgelieferten Plastikspacer erweitern. Ich habe aber darauf verzichtet. Die Fräsungen der G10-Schalen sind genau da wo sie sein sollen und die Griffschalen selbst sitzen sauber und spaltenfrei auf dem Fulltang-Griff. Die Riffelung der Daumenrampe sowie des Griffendes sind sauber entgratet und erlauben es Daumen, sich bei Druckschnitten oder im Reverse-Grip bequem abzustützen.

Das einzige, was mir bei längerem Gebrauch auffällt ist das mit 250 Gramm recht hohe Gewicht des Messers. Zum Vergleich: Das Fällkniven F1 bringt bei ähnlichen Abmessungen rund 100 Gramm weniger auf die Waage. Beim Oberland Arms Black Sepp macht sich hier wohl die Fulltang-Bauweise bemerkbar. Hätte ich die Griffschalen wie oben beschrieben abmontiert, hätte ich wohl gesehen, dass der Fulltang-Griff ohne Skelettierung zwecks Gewichtseinsparung auskommt und für das satte Gewicht verantwortlich ist.

Klinge:
Mit ihrer Länge von 105 mm (davon 95 mm scharf) und einer Klingenhöhe von max. 37 mm eröffnet die Klinge des Oberland Arms Black Sepp ein breites wie praktikables Einsatzfeld bei Outdooraktivtäten – zumal sie nicht unter das Führungsverbot des § 42a WaffG fällt. Durch den Flachschliff und die gelungene Klingegeometrie sind die Schneideigenschaften des Messers – trotz der stabilen 4,8 mm Klingenstärke – sehr gut. Ein Grund dafür ist sicher auch der verwendete Stahl. Ich halte D2 generell für eine gute Wahl für stabile Outdoormesser und erwartungsgemäß wurde ich auch hier nicht enttäuscht. Der D2 hielt die Schärfe über den gesamten Testzeitraum sehr gut und die oft monierte Rostanfälligkeit spielte Dank der schwarzen PVD-Beschichtung überhaupt keine Rolle. Die Beschichtung hat sich zudem als recht robust erwiesen.

Scheide:
Das Oberland Arms Black Sepp kommt mit einer Nylonscheide daher. Diese kann entweder am Gürtel getragen oder durch das Molle-kompatible Befestigungssystem auch an diversen Ausrüstungsgegenständen (Taschen, Rucksack, Weste, o.ä.) befestigt werden. Die Gürtelschlaufe kann geöffnet werden und ist mit Klett und zwei Druckknöpfen gesichert so dass man nicht zwingend den Gürtel öffnen muß, um das die Scheide abzulegen (das habe ich bei anderen taktischen Outdoormessern auch schon anders erlebt). An der Vorderseite befindet sich eine Zubehörtasche für ein ein Multitool o.Ä. Der Verschluss ist verstellbar.
Gut – ordentlich auftragen tut die Scheide zwar schon, aber für den erdachten Einsatzzweck kann sich das Ding sehen lassen.

Fazit:
Ich bin durchaus angetan. Das Oberland Arms hat mich von seinen Qualitäten als robustes Messer überzeugt. Einziges Manko ist lediglich das recht hohe Gewicht des Messers, welches bei längeren Arbeiten schnell zur Ermüdung der Hand führt.

Zum Schluß noch ein Gruppenfoto mit einem kleinen Ausblick, was Euch demnächst in der taktischen Messer Reihe präsentiert wird.

English description:

Specifications:
Length overall: 225 mm
Blade length: 105 mm (95 mmcutting edge)
Blade thickness: 4,8 mm
Blade heigth: max. 37mm
Weight (knife only): 250 g
Steel: D2 (58-59 HRC) with black PVD-Coating
Grind: flatgrind
Handle-material:  G10 scales (+ Spacer)
Handle thickness (without Spacer): 20,0 mm
Handle thickness (with Spacer): 22,3 mm
Sheath: Nylon

First impression:
Black, stable and strong are my first assiciations to this knife. I really like design, construction and haptic. I guess the Oberland Arms Black Sepp is a really alternative to my beloved Fällkniven F1.

Handle/Grip:
The handle with its shaped G10-scales offers sufficiant space for even larger hands like mine (glove-size: 10+). You can even enlrage its thickness by using the spacers. The conturs of the G10 are exactly where they had to be, to ensure a good and save grip and the scales themself show no chinks but fit exactly to the fulltang-construction of the knife. The cannelure of the thump-ramp and the pommel allow the thump an easy rest while cutting or using the knife in reverse grip.

The only thing I have to mention is the weight of the knive. While long term activities it gets clear that the wight of the knife with its 250 gramms is really a bit high. The Fällkniven for example weights 100 gramms less by nearly the same measures. I guess its the full tang construction which I mentioned above. If I had demounted the G10-sacles I had seen that the fulltang construction has been made without skeletizing the handle for a lower weight.

Blade:
With its lentgh of 105 mm (cutting edge: 95 mm) and its heigth up to max. 37 mm the blade of the Oberland Arms Black Sepp offers a wide field of application for outdoor-use. Plus – carrying this knife is not prohibited by § 42a WaffG. The cutting performance is well due to the flat grind and the good blade geometry and though a blade strength of 4,8 mm. Another reason for the good cutting performance is the used D2-steel. I like D2 – its a good choice for table outdoor-knives and I was not getting disappointed in this case too. The D2 showed a good edge durabilty and because of the durable black PVD-coating rust was not to mention.

Sheath:
The sheath is well designed! It can be worn on belt or via molle-system. besides it has enough space for a multitool or something like that. Plus it offers the opportunity to attach parachute-cord to ones leg. So it has no low-key-level, but for the supposed duty the sheath it is awesome!

Conclusion:
I really like the Oberland Arms Black Sepp. It convinced me of its function as a good and stable knive – even when its weight is a little too much.

Review: Benchmade Activator 210 & 211

Aufgrund der deutschen Rechtslage haben sich die kleinen feststehenden Messer einen festen Platz in meiner EDC-Rotation erobert. Zwei Exemplare, auf die ich schon lange ein Auge geworfen hatte, möchte ich heute hier vorstellen.
(English description below.)

Benchmade Activator 210 & 211
Daten (laut Katalog):
Klingenlänge: 5,5 cm
Klingenstärke: 3,5 mm
Gesamtlänge: 13,9 cm
Gewicht: ca. 71 g / 68 g
Klingenstahl: S30V (58-60HRC) / D2 (59-61 HRC)

Das Modell „Activator“ basiert auf dem Custom-Modell Sportster von Mike Snody, der ja auch für andere Benchmade-Modelle das Design lieferte (z.B. Benchmade 425 Gravitator, Benchmade 220 Resistor oder Benchmade 14536 Instigator).

Die Firma Benchmade bietet dieses Modell in zwei Produktvarianten an. Einmal als Benchmade 210 mit S30V-Stahl und einmal als Benchmade 211 in der D2-Variante.

Erster Eindruck:

Den Eindruck, den die im Internet zu findenden Fotos machen, wird durch die Realität gehalten – beides kleine aber sehr schicke Messer, mit stimmigem Design und in der für Benchmade typischen Verarbeitung auf hohem Niveau.

Griff:

Optisch unterscheiden sich die Messer hauptsächlich durch ihre unterschiedlichen Griffschalen. Während das Benchmade 210 in schön bordeaux-schimmernden Griffschalen aus Wine-Wood daherkommt, präsentiert sich das Benchmade 211 in stylischem Carbon mit silber-grau-Optik.
Beide Varianten sind zwar recht schlank (ca. 2 mm), aber der durchgehende Erl sorgt mit seiner Stärke von knapp 4 mm für ein ordentliches Griffgefühl. Der Griff bietet 3 Fingern ausreichend Platz, der Daumen kann sich bei Druckschnitten bequem auf dem Klingenrücken mit der Riffelung abstützen, während die ausgeprägte Fingermulde direkt vor der Klinge ein Abrutschen des Zeigefinders in die Klinge verhindert und ein sicheres Arbeitsgefühl vermittelt.
Darüber hinaus sind sie sauber an den Griff angepasst, so dass keine Spalten, Kanten oder Übergänge stören.

Klinge:
Wie schon beim UMAX, so gilt auch hier das Motto: Weniger ist mehr!
Klar wird das Anwendungsgebiet eines Messers auch durch die Klingenlänge bestimmt. Ein vollwertiger Bushcraft-Chopper wird das Activator nie werden. Aber die Klinge mit ihrer Stärke von ca. 3,5 mm und dem hochgezogenen Flachschliff macht schnell klar, dass die Messer auch härtere Arbeiten nicht zu scheuen brauchen. Für das gedachte Betätigungsfeld als Urban-EDC ist die Klinge meiner Meinung nach ausreichend dimensioniert hat sich als EDC bereits bestens bewährt.

Im Alltag macht sich auch kaum ein Unterschied der verwendeten Klingenstähle bemerkbar. Die out-of-the-box-Schärfe war bei beiden Messern beeindruckend. Der D2 Stahl zeigt keine Zeichen von Rost und hält seine Schärfe sehr gut. Der S30V zeigt eine noch bessere Performance, was die Schnitthaltigkeit angeht, allerdings braucht es hier schon Diamantschleifsteine, um das Messer wieder scharf zu kriegen.

Scheide:

Beide Messer kommen mit einer Gürtelscheide aus Leder. Leider werde ich damit nicht richtig warm. Zwar lässt sie sich bequem am Gürtel tragen, die nicht aufträgt und das Messer verschwindet auch recht tief darin. Für mein Anwendungsgebiet hätte ich aber gerne eine passende Kydexscheide, die variable Trage- und Befestigungsmöglichkeiten bietet. Ich werde wahrscheinlich nicht drumherumkommen, mir ein passendes Kydexkleidchen anfertigen zu lassen.

Fazit:
Kleine, feine und elegante Messerchen mit hoher Alltagstauglichkeit!

English description:

Due to german law the small fixed knives conquered their rank in my EDC-rotation. I would like to present two of them, which I casted an eye at.

Benchmade Activator 210 & 211
Specifications (according to catalogue):
blade length: 2.12″ (5,5 cm)
blade thickness: 0.140″ (3,5 mm)
weight: 2.40 oz / 2.50 oz ( 71 g / 68 g)
steel: S30V (58-60 HRC) / D2 (59-61 HRC)

The activator-modell based upon the sportster-custom-model by Mike Snody who designed other Benchmades such as Benchmade 425 Gravitator, Benchmade 220 Resistor or Benchmade 14536 Instigator.

Benchmade offers the activator in two variants: the Benchmade 210 with S30V-steel and Benchmade 211 in D2.

First Impression:

The impression of the pictures that can be found in the world-wide-web is prooved by reality. Both knives a small but smart with consistent design and Benchmade-generic high standard.

Handle:

The two knives mainly differ by the optic of their handle-scales. While the Benchmade 210 comes around with beautiful bordeaux-red scales of wine wood, the Benchmade 211 presents itsself with stylisch silver-grey carbon.

Both variants are quite slim (2 mm) but the full-tang with ist thickness of 4 mm provides solid grip. The handle itsself has enough space for 3 fingers – the thumb ramp allows good and easy cutting results, while the choil prevents slipping into the blade. In summary this allows save and good working and no chinks or edges diminish this handy feeling.

Blade:

Like the UMAX,  „less is more!“ is here the motto, too.
It is clear, that the field of application is also defined by the length of the blade. So the Activator will never be a true bushcraft-chopper. But the blade thickness of 0.140″ plus the flat grind states that these knives do not shun hard work. For urban-edc the blade is adequately measured and has already prooved.

In daily routine nearly no difference between the steels shows up. The D2-steels shows no signs of rust and keeps the edge very well. The S30V even shows a better performance of edge-durability but is harder to sharpen. Without diamond wetstones you are lost.

Sheath:

Both knives came with a textured black leather sheath with belt loop. It allows to wear the knives safe and does not show up to much. But I would prefer a kydex-sheath, which allows multiple carry-options. So I have to look for a custom-version.

Conclusion:

Two fine, small and smart knives with high suitability for daily use!

Review: Benchmade 275 Adamas

Bei meiner Suche nach einem stabilen wie funktionalen Begleiter für gelegentliche Outdooraktivitäten hat dieses klappbare Exemplar mein Interesse geweckt, so dass ich Euch meine Eindrücke nicht vorenthalten möchte:
(English description below.)

Benchmade 275 Adamas
Spezifikationen:
Klingenlänge: 9,70 cm
Klingenstärke: 4,00 mm
Klingenstahl: D2 (60-62 HRC)
Länge offen: 22,10 cm
Länge geschlossen: 12,40 cm
Griffbreite: 18,50 mm
Gewicht: 220 g
Verriegelung: Axis-Lock
Griffschalen: G10

Erster Eindruck:
Massiv … echt massiv! Das beschreibt meinen ersten Eindruck am besten. Schon beim ersten Auspacken/in-die-Hand-nehmen strahlt das Messer pure Stabilität & Robustheit aus. Anscheinend hat Shane Sibert (ähnlich wie beim Benchmade 755 MPR) wieder nach dem Prinzip „es darf ruhig ein wenig mehr sein“ gehandelt. Rausgekommen ist ein Messer, welches den harten Arbeitseinsatz jedenfalls nicht zu scheuen scheint.

Griff:
Die G10-Griffschalen in desert-tan sind dermaßen robust und unempfindlich, dass ich sie erst für anodisierte Aluschalen gehalten habe. Jedenfalls bieten sie ordentlich Grip, auch wenn sie keine sonderlich raue Oberfläche haben. Durch die Fingermulden liegt der Griff gut und sicher in der Hand. Auch wenn man – wie ich (Handschuhgröße 10+) etwas größere Hände hat, bietet der Griff genug Volumen, um das Messer selbst mit Handschuhen bequem greifen zu können. Der ausgeprägte Handschutz verhindert zuverlässig, dass die Finger in den Klingenbereich rutschen, während sich der Daumen bequem auf der geriffelten Daumenrampe abstützen kann.

Auch im Reverse-Grip macht das Messer eine gute Figur. Hier bietet das konturierte Griffende sicheren Halt für den Daumen. Endlich wurde der Platz hier mal nicht für einen super-duper-taktischen Glasbrecher verschwendet.

Clip:
Der mattschwarze, umsetzbare (links-rechts, Tip-Up) Clip ist erfreulich kratzunempfindlich und läßt das Messer schön tief in der Hosentsche verschwinden. Sehr schön!

Klinge:
Trotz ihrer knapp 4mm Stärke ist die 9,70 cm lange Klinge erstaunlich schneidfreudig, was wahrscheinlich an dem doch recht hochgezogenen Flachschliff liegt. So konnte sich das Messer dann auch im EDC-Alltag beweisen (Verpackungen öffnen, Kartons zerkleinern, beim Vespern helfen, etc.) und blieb nicht auf seinen bloßen Einsatzzweck als Tactical-Folder (mit den Schneideigenschaften einer Eisenbahnschiene) beschränkt. Benchmade beweist mit diesem Messer wieder, dass sie die Verarbeitung und Wärmebehandlung des als Klingenstahls verwendeten D2 sehr gut im Griff haben. Auch wenn immer wieder Diskussionen über das pro & contra dieses Stahl gibt, tat er sich hier mit einer beeindruckenden Standzeit hervor. Auch die schwarze Beschichtung war erstaunlich resistent gegenüber Kratzern.

Einziges Manko: Die angebrachte Hohlkehle soll wahrscheinlich Gewicht sparen, wie auch Designelement sein. Allerdings ist sie auch Schmutzfänger, was mich manchmal doch eher gestört hat.

Lock:
Das Messer hat meinen geliebten AXIS-Lock! Allerdings war mir die Achsschraube dieses Messers ein wenig zu lasch angezogen. Die Folge: Man konnte das Messer auch ohne Einhandbedienung oder Axis-Lock einfach so aus dem Handgelenk aufschleudern! Beim entriegeln des Messers dagegen fiel die Klinge durch ihr Eigengewicht ohne weiteres Zutun zurück in den Griff – wenn sie nicht durch die Finger des Messerträgers aufgehalten wurde! *grummel* Ich habe die Achsschraube nun ein klein wenig mehr angezogen und nun funktioniert das Messer wie es soll. Die Klinge läßt sich leicht per Daumenpin oder Axis Lock öffnen und fällt beim entriegeln nicht unkontrolliert wieder in den Griff.

Fazit:
Mit dem Benchmade 275 habe ich wieder ein Messer gefunden, welches zwar von Konstruktion und Design eindeutig aus der „Tactical-Ecke“ kommt, welches aber nicht so overbuildt ist, dass man es zum schneiden nicht mehr gebrauchen kann. Dazu noch Benchmade-typisch in einer super Qualität und coolem Design. Super Sache das!
Zum Schluss wieder ein herzliches „DANKE!“ an Pitter von messerforum.net und Benchmade für die Möglichkeit das Messer testen zu können.

 

English description:

I am still searching for a stable and functional outdoor-knife. This folding exemplar woke my interest and so I would like to share my impressions with you.

Benchmade 275 Adamas
Specifications:
Blade length: 3.82″ (9,70 cm)
Blade Thickness: 0.160″ (4,00 mm)
Blade Material: D2 Tool Steel (60-62 HRC)
Overall Length: 8.70″ (22,10 cm)
Closed Length: 4.88″ (12,40 cm)
Griffbreite: 18,50 mm
Weight: 7.70 oz
Lock Mechanism: Axis-Lock
Scales: G10

First impression:
Massive … really massive! This states my first impressions best. By unboxing and first taking it into hand the knives radiates pure stability and ruggedness. Obviously Shane Sibert again (like the Bemchmade 755 MPR) thought „more is better“. The result is a knife that does not shy hard work.

Handle:
The desert-tan G10-scales are such robust that I first thought they were anodized aluminum. They offer really good grip even if they have no rough surface. Because of the finger choil the handle lies good in hand and has enough volume to hold the knive comfortably even with gloves. The bold guard prevents the fingers from gliding into the blade while the thump can easy rest on the contured spine.

Also in reverse-grip the knive is good to handle. The contured end of the handle allows secure grip for the thump where the space was not wasted for a super-duper-tactical glas breaker .

Clip:
The black is viable (left-right, Tip-Up) and hard wearing to marks and allows you to carry the knife deep in your pocket.

Blade:
Despite its thickness of 0.160″ the 3.82″ long blade is surprislingly cutting well, because of the saber-grind. So the knive could proove as my EDC (opening blister, packages, etc.) and was not restricted to its purpose as a tactical knife. Benchmade again prooves that they master the D2 as blade steel. It cuts like hell a really long time. Also the black coating resisted scrachtes very well.

The only deficit: The fuller is probably a design-element and reduces the weight of the blade. But it also attracts dirt which is not suitable for an EDC-knife.

Lock:
The knive has my beloved AXIS-Lock! But the pivot bolt was not apllied firmly enough. So you could just flip the knive open with a move from your wrist.But when unlocking the blade due to its weight fell back uncrontrolled if it was not stopped by some fingers! To prevent that I fastened it a little bit more tight.

Conclusion:
The Benchmade 275 is a knife from the tactical-corner but is not so overbuildt that you could not use it for its purpose of a knife – to cut. Furthermore the knife convinces with Benchmade-like quality and a cool design! I really like it.

Thanks to Pitter from messerforum.net and Benchmade-Company for the opportunity of testing this knife.

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