Vorschau – Mal was anderes als Holz

Hier eine kleine Vorschau, was Euch demnächst an Umbauten erwarten könnte, denn ich habe mich entschlossen, die Materialpalette etwas zu erweitern. Neu im Lager: farbiges Acryl. Ich bin schon sehr auf die Ergebnisse gespannt!
(English description below.)

English description:

A little forcast of what kind of modifications might expect you, because I decided to enlarge my range of materials. New in stock: coloured acryl. I am very curious about the outcome!

SAK-Mod: Vagabund trifft Korallenpalisander

Das hat man nun davon! Kaum hatte ich meiner geliebte Frau ihren neuen kleinen schicken Begleiter für ihre Handtasche präsentiert, so meldete meine Schwiegermutter auch sogleich Bedarf an. Sie habe noch ein altes Taschenmesser, welches neue Schalen gebrauchen könnte. Und da ich meine Schwiegermutter echt mag (kein Witz!) tat ich ihr den Gefallen und kleidete ihr altes Vagabond ebenfalls in Korallenpalisander.
(English description below.)

English description:

That’s what comes of it! I scarely presented my wife her new dressy companion for her handbag, when my mother in lore registered her interest. She had an old knife, which could also require new wooden scales. And because I really like my mother in lore (no joke!) I did her the favor and so the Vagabond got new coral palisander scales too.

Review: Benchmade Activator 210 & 211

Aufgrund der deutschen Rechtslage haben sich die kleinen feststehenden Messer einen festen Platz in meiner EDC-Rotation erobert. Zwei Exemplare, auf die ich schon lange ein Auge geworfen hatte, möchte ich heute hier vorstellen.
(English description below.)

Benchmade Activator 210 & 211
Daten (laut Katalog):
Klingenlänge: 5,5 cm
Klingenstärke: 3,5 mm
Gesamtlänge: 13,9 cm
Gewicht: ca. 71 g / 68 g
Klingenstahl: S30V (58-60HRC) / D2 (59-61 HRC)

Das Modell „Activator“ basiert auf dem Custom-Modell Sportster von Mike Snody, der ja auch für andere Benchmade-Modelle das Design lieferte (z.B. Benchmade 425 Gravitator, Benchmade 220 Resistor oder Benchmade 14536 Instigator).

Die Firma Benchmade bietet dieses Modell in zwei Produktvarianten an. Einmal als Benchmade 210 mit S30V-Stahl und einmal als Benchmade 211 in der D2-Variante.

Erster Eindruck:

Den Eindruck, den die im Internet zu findenden Fotos machen, wird durch die Realität gehalten – beides kleine aber sehr schicke Messer, mit stimmigem Design und in der für Benchmade typischen Verarbeitung auf hohem Niveau.

Griff:

Optisch unterscheiden sich die Messer hauptsächlich durch ihre unterschiedlichen Griffschalen. Während das Benchmade 210 in schön bordeaux-schimmernden Griffschalen aus Wine-Wood daherkommt, präsentiert sich das Benchmade 211 in stylischem Carbon mit silber-grau-Optik.
Beide Varianten sind zwar recht schlank (ca. 2 mm), aber der durchgehende Erl sorgt mit seiner Stärke von knapp 4 mm für ein ordentliches Griffgefühl. Der Griff bietet 3 Fingern ausreichend Platz, der Daumen kann sich bei Druckschnitten bequem auf dem Klingenrücken mit der Riffelung abstützen, während die ausgeprägte Fingermulde direkt vor der Klinge ein Abrutschen des Zeigefinders in die Klinge verhindert und ein sicheres Arbeitsgefühl vermittelt.
Darüber hinaus sind sie sauber an den Griff angepasst, so dass keine Spalten, Kanten oder Übergänge stören.

Klinge:
Wie schon beim UMAX, so gilt auch hier das Motto: Weniger ist mehr!
Klar wird das Anwendungsgebiet eines Messers auch durch die Klingenlänge bestimmt. Ein vollwertiger Bushcraft-Chopper wird das Activator nie werden. Aber die Klinge mit ihrer Stärke von ca. 3,5 mm und dem hochgezogenen Flachschliff macht schnell klar, dass die Messer auch härtere Arbeiten nicht zu scheuen brauchen. Für das gedachte Betätigungsfeld als Urban-EDC ist die Klinge meiner Meinung nach ausreichend dimensioniert hat sich als EDC bereits bestens bewährt.

Im Alltag macht sich auch kaum ein Unterschied der verwendeten Klingenstähle bemerkbar. Die out-of-the-box-Schärfe war bei beiden Messern beeindruckend. Der D2 Stahl zeigt keine Zeichen von Rost und hält seine Schärfe sehr gut. Der S30V zeigt eine noch bessere Performance, was die Schnitthaltigkeit angeht, allerdings braucht es hier schon Diamantschleifsteine, um das Messer wieder scharf zu kriegen.

Scheide:

Beide Messer kommen mit einer Gürtelscheide aus Leder. Leider werde ich damit nicht richtig warm. Zwar lässt sie sich bequem am Gürtel tragen, die nicht aufträgt und das Messer verschwindet auch recht tief darin. Für mein Anwendungsgebiet hätte ich aber gerne eine passende Kydexscheide, die variable Trage- und Befestigungsmöglichkeiten bietet. Ich werde wahrscheinlich nicht drumherumkommen, mir ein passendes Kydexkleidchen anfertigen zu lassen.

Fazit:
Kleine, feine und elegante Messerchen mit hoher Alltagstauglichkeit!

English description:

Due to german law the small fixed knives conquered their rank in my EDC-rotation. I would like to present two of them, which I casted an eye at.

Benchmade Activator 210 & 211
Specifications (according to catalogue):
blade length: 2.12″ (5,5 cm)
blade thickness: 0.140″ (3,5 mm)
weight: 2.40 oz / 2.50 oz ( 71 g / 68 g)
steel: S30V (58-60 HRC) / D2 (59-61 HRC)

The activator-modell based upon the sportster-custom-model by Mike Snody who designed other Benchmades such as Benchmade 425 Gravitator, Benchmade 220 Resistor or Benchmade 14536 Instigator.

Benchmade offers the activator in two variants: the Benchmade 210 with S30V-steel and Benchmade 211 in D2.

First Impression:

The impression of the pictures that can be found in the world-wide-web is prooved by reality. Both knives a small but smart with consistent design and Benchmade-generic high standard.

Handle:

The two knives mainly differ by the optic of their handle-scales. While the Benchmade 210 comes around with beautiful bordeaux-red scales of wine wood, the Benchmade 211 presents itsself with stylisch silver-grey carbon.

Both variants are quite slim (2 mm) but the full-tang with ist thickness of 4 mm provides solid grip. The handle itsself has enough space for 3 fingers – the thumb ramp allows good and easy cutting results, while the choil prevents slipping into the blade. In summary this allows save and good working and no chinks or edges diminish this handy feeling.

Blade:

Like the UMAX,  „less is more!“ is here the motto, too.
It is clear, that the field of application is also defined by the length of the blade. So the Activator will never be a true bushcraft-chopper. But the blade thickness of 0.140″ plus the flat grind states that these knives do not shun hard work. For urban-edc the blade is adequately measured and has already prooved.

In daily routine nearly no difference between the steels shows up. The D2-steels shows no signs of rust and keeps the edge very well. The S30V even shows a better performance of edge-durability but is harder to sharpen. Without diamond wetstones you are lost.

Sheath:

Both knives came with a textured black leather sheath with belt loop. It allows to wear the knives safe and does not show up to much. But I would prefer a kydex-sheath, which allows multiple carry-options. So I have to look for a custom-version.

Conclusion:

Two fine, small and smart knives with high suitability for daily use!

Vintage Victorinox Popular

Dann noch einen kleinen Blick in meine SAK Gallerie:
(English description below).

Victorinox Popular:„Das Victorinox Popular ist ein einlagiges 84mm-Modell mit roten Alox-Schalen. Rote Alox Schalen sind Standard für dieses Modell.  Das Schild wird nur vom weißen Kreuz auf rotem Grund gebildet.“ (Übersetzung aus SAK Wiki, Quelle)

Da die Platine, welche den Ringhalter trägt^^, aus Messing besteht, wurde das gute Stück vor 1986 gebaut.

English description:

Victorinox Popular:
„The Victorinox Popular is a slim single layer 84mm model that featured checkered Alox handles. Red Alox scales are standard for this model. The shield was only the white cross surrounded by red.“ (Source: SAK Wiki)

Due the spacer used to affix the keyring was made of Brass, this knife was built prior to 1986.

SAK-Mod: Sheesham Spartan

Und wieder eine neue Modifikation von mir. Diesmal bekam das Spartan einen neuen Dress aus ostindischem Palisanderholz, auch Sheesham (Dalbergia sissoo) genannt. Das wunderbar hell-dunkel gemaserte Holz ist ein echter Handschmeichler.
(English description below.)

English description:

And another Victorinox mod. This time a Spartan got a new dress of Indian Rosewood, also known as Sheesham (Dalbergia sissoo). The wonderful light-dark grained wood is very smooth.

Review: Benchmade 275 Adamas

Bei meiner Suche nach einem stabilen wie funktionalen Begleiter für gelegentliche Outdooraktivitäten hat dieses klappbare Exemplar mein Interesse geweckt, so dass ich Euch meine Eindrücke nicht vorenthalten möchte:
(English description below.)

Benchmade 275 Adamas
Spezifikationen:
Klingenlänge: 9,70 cm
Klingenstärke: 4,00 mm
Klingenstahl: D2 (60-62 HRC)
Länge offen: 22,10 cm
Länge geschlossen: 12,40 cm
Griffbreite: 18,50 mm
Gewicht: 220 g
Verriegelung: Axis-Lock
Griffschalen: G10

Erster Eindruck:
Massiv … echt massiv! Das beschreibt meinen ersten Eindruck am besten. Schon beim ersten Auspacken/in-die-Hand-nehmen strahlt das Messer pure Stabilität & Robustheit aus. Anscheinend hat Shane Sibert (ähnlich wie beim Benchmade 755 MPR) wieder nach dem Prinzip „es darf ruhig ein wenig mehr sein“ gehandelt. Rausgekommen ist ein Messer, welches den harten Arbeitseinsatz jedenfalls nicht zu scheuen scheint.

Griff:
Die G10-Griffschalen in desert-tan sind dermaßen robust und unempfindlich, dass ich sie erst für anodisierte Aluschalen gehalten habe. Jedenfalls bieten sie ordentlich Grip, auch wenn sie keine sonderlich raue Oberfläche haben. Durch die Fingermulden liegt der Griff gut und sicher in der Hand. Auch wenn man – wie ich (Handschuhgröße 10+) etwas größere Hände hat, bietet der Griff genug Volumen, um das Messer selbst mit Handschuhen bequem greifen zu können. Der ausgeprägte Handschutz verhindert zuverlässig, dass die Finger in den Klingenbereich rutschen, während sich der Daumen bequem auf der geriffelten Daumenrampe abstützen kann.

Auch im Reverse-Grip macht das Messer eine gute Figur. Hier bietet das konturierte Griffende sicheren Halt für den Daumen. Endlich wurde der Platz hier mal nicht für einen super-duper-taktischen Glasbrecher verschwendet.

Clip:
Der mattschwarze, umsetzbare (links-rechts, Tip-Up) Clip ist erfreulich kratzunempfindlich und läßt das Messer schön tief in der Hosentsche verschwinden. Sehr schön!

Klinge:
Trotz ihrer knapp 4mm Stärke ist die 9,70 cm lange Klinge erstaunlich schneidfreudig, was wahrscheinlich an dem doch recht hochgezogenen Flachschliff liegt. So konnte sich das Messer dann auch im EDC-Alltag beweisen (Verpackungen öffnen, Kartons zerkleinern, beim Vespern helfen, etc.) und blieb nicht auf seinen bloßen Einsatzzweck als Tactical-Folder (mit den Schneideigenschaften einer Eisenbahnschiene) beschränkt. Benchmade beweist mit diesem Messer wieder, dass sie die Verarbeitung und Wärmebehandlung des als Klingenstahls verwendeten D2 sehr gut im Griff haben. Auch wenn immer wieder Diskussionen über das pro & contra dieses Stahl gibt, tat er sich hier mit einer beeindruckenden Standzeit hervor. Auch die schwarze Beschichtung war erstaunlich resistent gegenüber Kratzern.

Einziges Manko: Die angebrachte Hohlkehle soll wahrscheinlich Gewicht sparen, wie auch Designelement sein. Allerdings ist sie auch Schmutzfänger, was mich manchmal doch eher gestört hat.

Lock:
Das Messer hat meinen geliebten AXIS-Lock! Allerdings war mir die Achsschraube dieses Messers ein wenig zu lasch angezogen. Die Folge: Man konnte das Messer auch ohne Einhandbedienung oder Axis-Lock einfach so aus dem Handgelenk aufschleudern! Beim entriegeln des Messers dagegen fiel die Klinge durch ihr Eigengewicht ohne weiteres Zutun zurück in den Griff – wenn sie nicht durch die Finger des Messerträgers aufgehalten wurde! *grummel* Ich habe die Achsschraube nun ein klein wenig mehr angezogen und nun funktioniert das Messer wie es soll. Die Klinge läßt sich leicht per Daumenpin oder Axis Lock öffnen und fällt beim entriegeln nicht unkontrolliert wieder in den Griff.

Fazit:
Mit dem Benchmade 275 habe ich wieder ein Messer gefunden, welches zwar von Konstruktion und Design eindeutig aus der „Tactical-Ecke“ kommt, welches aber nicht so overbuildt ist, dass man es zum schneiden nicht mehr gebrauchen kann. Dazu noch Benchmade-typisch in einer super Qualität und coolem Design. Super Sache das!
Zum Schluss wieder ein herzliches „DANKE!“ an Pitter von messerforum.net und Benchmade für die Möglichkeit das Messer testen zu können.

 

English description:

I am still searching for a stable and functional outdoor-knife. This folding exemplar woke my interest and so I would like to share my impressions with you.

Benchmade 275 Adamas
Specifications:
Blade length: 3.82″ (9,70 cm)
Blade Thickness: 0.160″ (4,00 mm)
Blade Material: D2 Tool Steel (60-62 HRC)
Overall Length: 8.70″ (22,10 cm)
Closed Length: 4.88″ (12,40 cm)
Griffbreite: 18,50 mm
Weight: 7.70 oz
Lock Mechanism: Axis-Lock
Scales: G10

First impression:
Massive … really massive! This states my first impressions best. By unboxing and first taking it into hand the knives radiates pure stability and ruggedness. Obviously Shane Sibert again (like the Bemchmade 755 MPR) thought „more is better“. The result is a knife that does not shy hard work.

Handle:
The desert-tan G10-scales are such robust that I first thought they were anodized aluminum. They offer really good grip even if they have no rough surface. Because of the finger choil the handle lies good in hand and has enough volume to hold the knive comfortably even with gloves. The bold guard prevents the fingers from gliding into the blade while the thump can easy rest on the contured spine.

Also in reverse-grip the knive is good to handle. The contured end of the handle allows secure grip for the thump where the space was not wasted for a super-duper-tactical glas breaker .

Clip:
The black is viable (left-right, Tip-Up) and hard wearing to marks and allows you to carry the knife deep in your pocket.

Blade:
Despite its thickness of 0.160″ the 3.82″ long blade is surprislingly cutting well, because of the saber-grind. So the knive could proove as my EDC (opening blister, packages, etc.) and was not restricted to its purpose as a tactical knife. Benchmade again prooves that they master the D2 as blade steel. It cuts like hell a really long time. Also the black coating resisted scrachtes very well.

The only deficit: The fuller is probably a design-element and reduces the weight of the blade. But it also attracts dirt which is not suitable for an EDC-knife.

Lock:
The knive has my beloved AXIS-Lock! But the pivot bolt was not apllied firmly enough. So you could just flip the knive open with a move from your wrist.But when unlocking the blade due to its weight fell back uncrontrolled if it was not stopped by some fingers! To prevent that I fastened it a little bit more tight.

Conclusion:
The Benchmade 275 is a knife from the tactical-corner but is not so overbuildt that you could not use it for its purpose of a knife – to cut. Furthermore the knife convinces with Benchmade-like quality and a cool design! I really like it.

Thanks to Pitter from messerforum.net and Benchmade-Company for the opportunity of testing this knife.

Victorinox Damascus Limited Edition 2011

Es ist mal wieder Zeit für einen Blick in meine SAK-Gallerie:

Wer immer schon wissen wollte, welche Messer im Hintergrund meinen Blog schmücken, findet hier die Antwort: Victorinox Damascus Limited Edition 2011 basierend auf dem Climber-Modell mit Ebenholzgriffschalen.
(English description below).

English Description:

It’s time again to have a look in my SAK-gallery:

Who alwas guessed, which knives decorate the background of my blog, here is the answer: Victorinox Damascus Limited Edition 2011 basing on the Climber-Modell with ebony scales.

SAK-Mod: Victorinox Amboina Set

Diesem Messerset, bestehend aus Victorinox Tourist und Classic habe ich ein neues Gewand verpasst. Meine Wahl fiel auf schön gemasertes Amboina-Holz auf rotem Fiber – quasi als Reminiszenz an die roten Cellidorschalen und um den warmen Ton des Holzes zu unterstreichen.
(English description below).

Vielen Dank fürs Schauen!

English description:

This Victorinox-Set containing Tourist and Classic needed a dress-up. I decided that Amboina would look nice. I used red fiber to emphasize the warm colors of the amboina-wood. Additionally the red liners are a reminiscence to the original red scales.

Thanks for looking!

Review: UMAX by Ulrich Hennike

Auch wenn ich derzeit nach dem großen Outdoormesser suche, so begleiten mich die kleinen feststehenden Messer doch täglich im Rahmen meiner EDC-Rotation. So bin ich immer erfreut, wenn ein neues kleines Fixed den Weg zu mir findet und ich es testen darf.

Hier möchte ich Euch nun meine Eindrücke zum UMAX aus der Schmiede des bekannten Messermachers Ulrich Hennicke (Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde (DMG)) mitteilen, der manchen aufgrund seines aktuellen Spyderco-Entwurf, dem Spyderco Ulize, ein Begriff sein könnte.

UMAX by Uli Hennike:
Gesamtlänge: 133 mm
Klingenlänge: 51 mm
Lochdurchmesser: 26 mm
Klingenstärke: 4 mm
Klingenstahl:Niolox
Schliff: Hohlschliff
Gewicht (nur Messer): 55 g
Scheide: Kydexscheide von Alfred Wolter samt Gürteladapter und Taschenclip.

Erster Eindruck:
Den Eindruck, den ich mir anhand von Ulis veröffentlichten Fotos gemacht habe, wird durch die Realität gehalten – ein kleines und sehr schickes Messer, mit stimmigem Design und sauberer Verarbeitung. Alle Kanten sind schön gerundet, das Messer fasst sich gut an, auch bei festerem zupacken gibt es keine drückenden oder störenden Stellen. Die used-optik durch ätzen und stonewash steht dem Messer richtig gut und lädt zum Benutzen ein.

Griff:
Das Konzept eines Ganzstahlmessers mit Fingerloch ist seit Fred Perrins Entwurf des „La Griffe“ bekannt und das UMAX greift das Design gekonnt auf, ohne ein plumpes Plagiat zu sein. Trotz der kompakten Größe ist die Handlage sehr gut und sicher. Sehr viel trägt das Fingerloch dazu bei. Durch die angebrachte Parachute-Cordwicklung wird der Griffkomfort nochmals erhöht und erleichtert auch das Ziehen des Messers aus der Scheide.

Klinge:
Auch wenn meine Arbeitskollegen das UMAX ob seiner Klingenlänge von „nur“ 5,1 cm als „niedlich“ bezeichneten, gilt für mich das Motto: Weniger ist mehr! Als kleines Alltagsmesser oder als Back-Up bietet das UMAX ausreichend Klingenlänge um im urbanen Betätigungsfeld alle anfallenden Arbeiten (Verpackungen, Pakete, Blister, Briefe öffnen, beim Picknick helfen, Grillgut zerteilen) zu erledigen. Denn die – in Anbetracht der Klingenlänge – beeindruckende Klingenstärke von 4mm i.V.m. dem leichten Hohlschliff macht schnell klar, dass das UMAX ein „Worker“ statt einer „Safequeen“ ist. Zwar läßt sich mit dem UMAX kein Baum fällen, aber im Alltag hat sich das Messer vollauf bewährt.

Scheide:
Das Messer kommt in einer Kydexscheide von Alfred Wolter samt samt Gürteladapter und Taschenclip, was variable Befestigungs- und Tragemöglichkeiten ermöglichen soll. Das satte Neongelb der Kydexscheide (das sich an eine Zombie-Acopalüpse anlehnt)  verhilft dem Messer mindestens mal zu einem weiteren Hingucker und trägt mit seiner farbenfrohen Erscheinung zum positiv-zivilen Eindruck des Messers bei.

Dank des Gürteladapters läßt sich das Messer bequem und in verscheidenen Positionen am Gürtel tragen und durch die Lochausparung sehr gut ziehen.
Der beigefügte Taschenclip hingegen kam bei mir nicht zum Einsatz. Zum einen, weil ich das Messer stets bequem per Gürteladapter getragen habe. Zum anderen, weil sich mir nicht erschlossen hat, wie ich die Schrauben, mit denen die Scheide mit dem Gürteladapter verbunden wird, aus dem Adapter entferne, um sie mit dem Taschenclip zu verbinden.


Hier sieht man, wie die Schrauben den Gürteladapter mit dem Kydexholster verbinden.


Nach Abschrauben des Holsters erschließt sich mir allerdings nicht, wie ich die Schrauben ohne große Fummelei am Leder vorbei aus dem Adapter bekomme. Nach entsprechender Rückfrage bei Uli sind die Schrauben mit etwas Fummelei aus dem Gürteladappter zu entfernen und für den Klemmer ( Clip ) zu nutzen.
Fazit:
Das UMAX ist ein kleines aber feines Messerchen mit hoher Alltagstauglichkeit!

Zum Schluß vielen lieben Dank an Uli – es würde mich freuen, irgendwann wieder etwas aus Deiner Schmiede testen zu dürfen!

English description:

Even if I am actually searching for the one outdoor-knife, small fixed knives are true compagnions in my EDC-rotation. So I am always happy, when a new small fixed comes around for a review.

I would like to share my impressions about the UMAX with you, a knife from german knife maker Ulrich Hennike (member of german knife makers guild (DMG), who can be known due to his latest Spyderco-collaboration, the Spyderco Ulize.

UMAX by Uli Hennike:
Overall length: 133 mm
blade length: 51 mm
hole diameter: 26 mm
blade thickness: 4 mm
steel:Niolox
grind: hollow-grind
weight (knife only): 55 g
sheath: Custom kydex-sheath from Alfred Wolter including belt-ladapter and clip.

First Impression:
The impressions I got from the pictures from Ulis website were prooved by reality – a amall and stylish knife with coherent design and perfect craftmansship. Because all edges were well chipped the knife is very handy, even with hard grip there are no incommoding points. The knife has a wonderful used optic due to acid- and stone-wash which invites you to use the knife.

Handle:
The concept of a full-tang-knife with finger-hole is popular since Fred Perrins „La Griffe“. The UMAX ably adapts that design without being a awkward ripp-off. Though its compact measures the handling is good and save. The finger-hole plays its part in contributing to save handling. The paracord wrap still enhances grip-comfort and eases pulling the knife out of its sheath.

Blade:
Even if my colleague called the UMAX mignon due to its blade length of only 5,1 cm, here the motto „less is more!“ rules. As a small EDC- or back-up-knive the UMAX offers enough blade for solving duties in urban area such as opening packaging, blisters, envelopes, assisting by a picknick (cutting steak and sausages), etc.. Considering the blade length this knife offers a remarkable blade strength of 4 mm. In cooperation with the decent hollow-ground it is obvious that the UMAX is a „worker“ instead of a“ save queen“. Cutting down trees will be difficult with this knife, but it has prooved as an urban edc-knive.

Sheath:
The knife comes along with a custom-kydex-sheath from Alfred Wolter including belt adapter and clip which allow multiple carry-options. The rich neon-yellow (why do I associate „Zombie-Apocalypse?“) is an additional eye catcher and suppports the positive, civil appereance of the knife.

Conclusion:
A fine, small and smart knife with high suitability for daily use! Thanks a lot Uli  – I would be delighted in testing another of your knives in the future!

Victorinox Vintage Golfer 84mm

Werfen wir doch wieder einen kleinen Blick in meine SAK-Gallerie:

Victorinox Golfer 84mm: Victorinox-Modell 0.3422: mit langer Nagelfeile/Ahle
(English description below.)

„Das Victorinox Golfer 84mm ist ein schlankes zweilagiges Messer und kann als Vorgänger des modernen Compact-Modells angesehen werden. Da es bei den 84mm-Modellen keine Schere mehr gibt, ist dieses Modell sehr populär. Dieses Modell mit der langen Nagelfeile ist darüber hinaus bei Sammlern sehr begehrt. „

Freie Übersetzung aus dem entsprechenden SAK-Wiki-Artikel

English Description:

„The Victorinox Golfer 84mm is a slim 2-layer knife, it is thought of as the predecessor of the modern Compact. Since the scissors tool is no longer available on any 84mm sized Victorinox knife, this model remains very popular. This model was made in two basic tool varieties; one version contains a long thin nailfile/cleaner on the back of the knife, this specific configuration is highly sought after by collectors as well as others. Starting with this knife, there were several changes over the years leading to the Golfer 91mm and eventually ending up with the Compact.“

Source: SAK-Wiki

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