Victorinox Swiss Flash

Ein Blick in die SAK-Gallerie offenbart meinen neuen Begleiter für den Schlüsselbund:
(English description below.)

Victorinox Swiss Flash 16GB

Neben den gängigen Werkzeugen eines Victorinox Classic wie  Klinge, Nagelfeile mit Schraubendreher, Schere und zusätzlichem Druckkugelschreiber beinhaltet das Messer auch einen USB-Datenträger mit insgesamt 16 GB Speicherkapazität (USB 2.0; Lesen: 30 MB/s; Schreiben: 23MB/s).

Schnell noch die Formatierung von FAT32 auf NTFS geändert, einen TrueCrypt-Container erstellt und schon kanns losgehen!
 
English description:
A look in my SAK-gallery shows: My new companion for my key ring:Victorinox Swiss Flash
Besides the typical tools of a Victorinox Classic like blade, nail file, scissors the knife offers a 16GB USB Stick (USB 2.0, read: 30MB/s; write: 23MB/s).
Just change formatting from FAT32 to NTFS, add a TrueCrypt-Container and you are ready to go!

Victorinox Spartan Hardwood

Anscheinend hat sich bei Victorinox die Ansicht durchgesetzt, dass Holzschalen nicht nur limitierten Sondereditionen wie z.B. den Jahresmessern aus 2011 & 2012 gut stehen, sondern auch ein „gewöhnliches“ Schweizer Messer optisch enorm aufwerten. Genau meine Rede!

Ich möchte Euch nun ein Messer vorstellen, welches mir ein Bekannter aus den Staaten mitgebracht hat:
(English description below.)

Das Spartan Hardwood (Modellnummer: 56603)

Anfangs ist es etwas gewöhnungsbedürftig, dass das Messer im schnöden Blister statt in der gewohnten Verpackung daherkommt. Es erinnert mich irgendwie an ein Billigmesser aus dem Baumarkt oder vom Grabbeltisch…

Aber schon nach dem Auspacken ist dieser Eindruck schnell verflogen und das Messer präsentiert sich optisch äußerst gefällig:

Die Maserung des Holzes ist ausdrucksstark aber nicht aufdringlich und das Holz schimmert in einem warmen Braun. Da Victorinox auf der Homepage und der Produktbeschreibung jedoch lediglich von „hardwood“ spricht, kann ich leider nicht sagen, um welche Holzart es sich im Speziellen handelt. Eine diesbezügliche Anfrage an Victorinox blieb leider unbeantwortet.*

Wirklich schön gelungen sind auch die kleinen Details, wie z.B. das gelaserte (?) Victorinox-Logo in den Holzgriffschalen oder die eingearbeiteten Öffnungen für Pinzette und Zahnstocher.

Gerade die Öffnungen für Pinzette und Zahnstocher passend in die Holzschalen zu integrieren und diese dann auf das Messer zu kleben war bestimmt nicht einfach. Ich habe mir diese Fummelei bislang erspart, weil ich mir über diesen Arbeitsgang noch nicht sicher war.  Denn wenn man Pinzette und Zahnstocher einarbeitet, muß man sich Gedanken machen, wie man die Griffschalen sicher und spaltenfrei auf das Messer bringt. Victorinox wird sich wohl für punktuelle Klebestellen entscheiden haben, während ich die Schalen bislang flächig verleime (vgl. Schritt 9 meines Tutorials).

Im Detail offenbart die von Victorinox gewählte Befestigung dann auch Ihre Schwächen: leider deutlich sichtbare Spalten zwischen Schalen und Platinen auf beiden Seiten.

Der haptische Eindruck der Griffschalen ist gut. Die o.g. Spalten stören die Handlage überhaupt nicht. Für meinen Geschmack dürften die Schalen allerdings etwas glatter sein. Soweit ich das beurteilen kann wurden die Holzschalen zwar glatt geschliffen aber es fand keine merkbare Öberflächenbehandlung statt. Eventuell würde eine Politur mit Öl oder Wachs helfen, das Griffgefühl etwas gefälliger zu gestalten. Dies würde zudem das Holz unempfindlicher gegen Umwelteinflüsse (vor allem Feuchtigkeit) machen und den Farbton des Holzes noch zusätzlich pushen.

Fazit:

Wer auf gefällige Holzbeschalung steht und zusätzlich Zahnstocher und Pinzette an seinem Schweizer Taschenmesser nicht missen möchte, für den ist das Spartan Hardwood genau die richtige Wahl!

Denn trotz der Spalten an den Griffschalen ist es ein tolles Messer, welches sich durch seine Holzbeschalung von seinen „gewöhnlichen Brüdern“ abhebt. Wer dann noch ein wenig selbst Hand anlegt und den Schalen einen zusätzlichen Schliff (z.B. auf dem 1600er Schleifvlies) und eine abschließende Oberflächenbehandlung angedeihen läßt hat wirklich ein Messer, welches sich von meinen Custom-Modifikationen kaum unterscheidet.

Schade ist allerdings, dass die im Jahre 2011 aufgelegte „Hardwood“-Serie nur in den Vereingten Staaten vertrieben wird.

 

*Update:
Der Victorinox-Kundenservice hat doch noch geantwortet. Die Schalen bestehen aus aufrikanischem Bubinga, welches FSC-zertifiziert ist.

 

English Description:

Obviously also Victorinox gets the point that wooden scales are not for limited Damascus knives (like the 2011 & 2012 series) only but also embellish common Victorinox knives. Exactly my thoughts!

I would like to introduce you a SAK which a mate brought me from the United States.

The Spartan Hardwood (model number: 56603)

The Knife comes along in a blister. That is quite unusual for a Victorinox and looks cheap, like the knives from hardware stores or bargain table.
But after unboxing this first impression goes away and the knife presents itsself very good.

The wood grain is quite expressive but unobtrusive and shines in a warm brown. I cannot define which wood is used in detail due Victorinox just calls it „hardwood“ (as you can see it on the homepage). I sent a question to Victorinox to clear which wood was used but recieved no answer.*

I like the little details like the laser engraved (?) Victorinox shield or the holes for tweezer and toothpick.

Integrating the holes for toothpick and tweezer into the scales and gluing them on the knife was not easy as I suppose. I spared it because I was not secure about this working step. Because when you choose to integrate the holes you must also know how to fix the scales properly onto the liners without gaps. As I suppose Victorinox decided to use spotty glueing while I prefer to glue areal (see step 9 of my tutorial).

Looking at the details the choice of Victorinox proofs foibles: there are clearly visible gaps between liners and scales on both sides.

Haptically the scales are made well. The mentioned scales do not diminish grip. But for my taste I would prefer the scales a little bit smoother. I as I can see the scales were sanded but they don’t seem to be oiled. A polish and oiling would surely improve the grip-feeling. Additionally it would make the wood more resistant to wet circumstances and push the wood-colour.

Conclusion:
If you like to have toothpick and tweezer with your wooden scales the Victorinox Hardwood is the best choice for you.
Besides the mentioned gaps it is a good knife which sets itself apart from the common SAK by its scales. If you do a polish and oiling to the scales by yourself you get a knife which does not differ from my handmade customs.

It’s just a pitty that the hardwood-series (which was started in 2011) is only available in the U.S.

* Update:

Victorinox customer service finally answered: The wood is african Bubinga and is FSC-certified.

SAK-Mod: Victorinox Grenadill Set

Den Auftakt für 2013 bildet noch ein Umbau aus dem alten Jahr – das Weihnachtsgeschenk für meinen Schwiegervater.

DasMesserset besteht aus den Modellen Spartan und Classic mit einer Beschalung aus Grenadill (Dalbergia melanoxylon) auf einer Unterlage aus weißem Fiber.
(English description below.)

Das Holz weist eine wunderschön mokkabraune – fast schwarze – Färbung auf. Zwar gehört Grenadill zu den schwersten und härtesten Hölzern und es hat mich ein Sägeband meiner Bandsäge gekostet, es zuzuschneiden; aber dank seiner Härte und Dichte läßt es sich sehr gut polieren und die fertigen Griffschalen sind wundervoll glatt und echte Handschmeichler!

English description:

The year 2013 starts with a modification from 2012, which was my christmas present for my father in law.
My latest mod: A SAK Set with scales of African Blackwood (Dalbergia melanoxylon) on a base of white fiber.

The wood is rich mocha-brown – almost black. African blackwood is one of the hardest woods and it costed me a ribbon of my ribbon saw to cut it into pieces. But the wood is beautiful smooth and good to polish as you can see on the photos.

Victorinox Damascus Limited Edition 2012

Den Abschluss der limitierten Editionen für das Jahr 2012 bildet das diesjährige Victorinox-Damastmesser:

Elegant, geschmeidig, wild und rar – die Damascus Limited Edition 2012 von Victorinox lässt die Herzen von Messersammlern höher schlagen.

Quelle: Victorinox-Homepage

Ohhhh ja – das tut es! Einfach wunderschön!

Aber seht selbst:
(English description below).

English Description:

The end of the 2012 limited edition series makes this year’s Victorinox-Damascus-Knife:

In combination with the carefully handcrafted stainless steel Victorinox emblem, a functional Soldier’s Knife becomes a pleasure to hold and an eye-catcher.

Source: Victorinox

Oh yeah it does! Just wonderful.
But take a look:

Mediterrane SAK-Mods: Spartan + Olive

Nachdem Ihr im Tutorial Schritt für Schritt für Schritt nachverfolgen konntet, wie man ein Schweizer Taschenmesser in feines Olivenholz kleidet, möchte ich Euch einen detaillierten Blick auf die fertigen Spartan Umbauten natürlich nicht vorenthalten.
(English description below.)

Spartan mit Olivenholzbeschalung

Spartan mit Olivenholzbeschalung + roter Fiberunterlage

Spartan mit Olivenholzbeschalung + schwarzer Fiberunterlage

Gruppenbilder:

English description:

After you could see how to mod a SAK step by step by step with wooden olive scales, here you can have a detailled look at the outcome.

Victorinox Black Alox Pioneer 2012 limited edition

Nachdem das Victorinox Spartan den Anfang der limitierten 2012er Editionen machte, geht es nun mit folgendem Messer weiter:
(English description below.)

Victorinox Black Alox Pioneer mit rotem Schild auf schwarzem Alox.
Limited Edition Januar 2012, Nummer 24 von 50 produzierten Exemplaren.

English description:

After the Victorinox Spartan breaks the first ground for the 2012 limited editions, it now continues with this SAK:

Victorinox Black Alox Pioneer with red shield.
Limited edition January 2012. Number 24 of 50 pieces made.

Victorinox Spartan 2012 limited edition

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Schauen wir also doch mal in die SAK-Gallerie, was das Jahr 2012 an limitierten Editionen brachte.
(English description below.)

Den Anfang macht das Victorinox Spartan 2012 limited edition.

Das Messer kommt mit Lanyard, einer fortlaufenden Nummerierung auf der Platine unter dem Korkenzieher sowie einem Büchlein über die Geschichte des Spartans von 1897 bis heute. Die Limitierung beläuft sich auf 50.000 Stück.

English description:

Now that the year 2012 comes to an end, let’s have a look into my SAK-gallery what limited editions 2012 came around.

Let’s start with the Victorinox Spartan 2012 limited edition.

The knife comes along with a lanyard, a serial number engraved on the liner and a little booklet with a short history about the Spartan from 1897 till today. The knife is limited to 50.000 pieces.

Tutorial: Griffschalen aus Holz – Part 3

Nachdem wir in Part 1 das Holz zusägten und in Part 2 die Griffschalen mit dem Messer verklebt haben, kommen wir nun zu den Abschlussarbeiten.
(English desription below.)

Schritt 9: Unebenheiten glätten
(Wichtig! Unbedingt Sicherheitshinweis* beachten!)

Wie bereits bei Schritt 5 erwähnt, gilt es nun, Unebenheiten zu glätten, damit die Griffschalen plan mit den Platinen des Messers sind. Dazu benutze ich wieder meinen Dremel 4000 mit passendem Schleifband, welchen ich unter den entsprechenden Oberfräsentisch montiert habe.

 

Schritt 10: Konturen fräsen
(Wichtig! Unbedingt Sicherheitshinweis* beachten!)

Anschließend verleiht man den Kanten der Griffschalen Konturen. Dazu verwende ich den HSS Fräser Dremel 615.

 

Schritt 11: Schleifen
(Wichtig! Unbedingt Sicherheitshinweis* beachten!)
Jetzt ist wieder Handarbeit angesagt! Auf verschiedenen Schleifpapieren mit aufsteigender Körnung werden die Schalen solange geschliffen, bis sie völlig eben und glatt sind. Ich verwende Schleifpapier bis 400er Körnung und abschließend geht das Messer noch eine Runde über das 1600er Schleifvlies.

 

Schritt 12: Holz ölen
(Wichtig! Unbedingt Sicherheitshinweis** beachten!)

Um die Farben des Holzes richtig schön zur Geltung zu bringen, werden die Griffschalen anschließend noch mit Danish Oil geölt. Einfach mit einem Lappen aufbringen, kurz einwirken lassen und das überschüssige Öl wieder abnehmen. Je nachdem wie gut das Holz das Öl aufnimmt, muss der Arbeitsschritt ggfs. wiederholt werden.

 

Schritt 13: Endreinigung
Zum Schluß gilt es noch den Schleifstaub, der sich im Messer gesammelt hat zu entfernen. Dazu wird das Messer mit Hilfe von Druckluft aus einem Kompressor durchgepustet, bis der letzte Staub entfernt ist.

Anschließend kommt noch ein Tropfen Öl zwischen die Gelenke

und der Umbau ist endlich fertig!

 

*wichtiger Sicherheitshinweis zum Staub:
Bei den oben beschriebenen Arbeitsschritten kommt es zu einer erheblichen Staubentwicklung und -belastung. Nicht nur der 2-Komponenten-Kleber und somit auch sein Staub enthält gesundheitsgefährdende Stoffe (siehe Sicherheitshinweis in Part 2), sondern auch die Stäube der verwendeten Hölzer können gesundheitsgefährend (allergieauslösend, reizend, giftig, etc.) sein.
Ich empfehle hier also dringend die Verwendung von Schutzhandschuhen, Schutzmaske und auch Schutzbrille!

**wichtiger Sicherheitshinweis zum Öl:
Ebenso wie das Aceton auch ist das Öl leichtentzündlich, d.h. der mit Öl getränkte Lappen, kann sich bei Raumtemperatur an der Luft ohne Energiezufuhr erhitzen und schließlich entzünden. Daher empfiehlt es sich den Lappen nach Gebrauch luftdicht zu verschließen (ich benutze dafür ein altes Glas mit Schraubdeckel) oder mit Wasser auszuwaschen und zu entsorgen.

 

English description:

After we cuttet the wood in part 1 and mounted the scales in part 2 now we come to finish our work in part 3.

Step 9: remove wrinkles
(Important! Read the security advice below!)
As I mentioned before (step 5) it’s time now to remove the wrinkles and make the scales exactly matching the liners. Therefore I use my Dremel with a abrasive belt mounted on my router table.

Step 10: making contours
(Important! Read the security advice below!)
Then we make the contours by using a milling cutter.

Step 11: Sanding
(Important! Read the security advice below!)
Now we have to sand the scales by hand using abrasive paper. I use abrasive paper up to 400k till the scales are smooth and even. To finish sanding I use 1600k abrasive fabric.

Step 12: oiling the wood
(Important! Read the security advice below!)

To emphasize the warm colours of the wood they can be oiled. Just use an old rag to apply the oil and after a short time to wipe away the surplus oil. Depending on how good the wood take sthe oil you have to repeat that step.

Step 13: final cleaning
At last you remove the dust by using compressed air and put some oil at the hinges. After that your knife is ready to use!

Security advice!
During sanding, drilling and abrading there will be a lot of dust. Not only the two-component adhesive and its dust may be dangeorous to your health (see security advice in part 2) but also the wood dust can be allergy-forming, irritant or poisonous. So I strongly recommend wearing gloves, glasses and a protective mask. Like the aceton the wood oil is also flamable! So treat the used oil rag carefully!

SAK-Mod: Santas little helper

Heute haben wir den 6. Dezember und damit Nikolaus!
Passend dazupräsentiere ich „Santas little helper„.
(English description below.)

Damit das Messer farblich zum Dress des Weihnachtsmannes passt, habe ich mich für Bloodwood – eigentlich Satine rubane (Brosium paraense) – entschieden, eine Holzart aus dem Amazonasgebiet. Weißes Fiber bildet die Unterlage.

English description:

It’s december 6th, so I proudly present: „Santas little helper“.

To make the knife fit the dress of Santa Claus I decided to use bloodwood, also known as satine rubane or Brosium paraense a wood from the amazon. White fiber is the base.

Tutorial: Griffschalen aus Holz – Part 2

Nachdem wir in Part 1 des Tutorials gelernt haben, wie man passendes Holz für die Griffschalen aussucht und entsprechend vorsägt, geht es nun in Part 2 weiter mit:
(English description below.)

Schritt 5: Rohlinge aussägen
Nun gilt es, aus den vorbereiteten Brettchen entlang der umrissenen Konturen die Rohlinge für die Griffschalen auszusägen. Ich benutze dazu eine Dekupiersäge (Proxxon DSH) mit einem Rundsägeblatt (da allseitig schneidend). Wer es gerne unplugged mag, kann aber auch zur Handlaubsäge oder bei entsprechend harten Hölzern gar zur Juweliersäge greifen. Wichtig ist in jedem Fall Augenmaß und eine ruhige Hand, da freihand gearbeitet wird. Ich empfehle zudem, die Rohlinge an den Konturen etwas großzügiger auszusägen – die Unebenheiten werden in einem der späteren Arbeitsschritte geglättet.

  

Schritt 6: Entfernen der alten Griffschalen
Nach den oben beschriebenen Vorarbeiten an den Griffschalenrohlingen wird nun das Schweizer Messer für den Umbau vorbereitet, indem man die Cellidor-Griffschalen abhebelt. Dazu entfernt man Zahnstocher und Pinzette und nutzt die Ausparungen, um mit einer Klinge (z.B. die eines anderen Schweizer Messers) unter die Schalen zu gelangen und diese vorsichtig abzuhebeln. Denn die Cellidor-Griffschalen sind auf die Nietenköpfe aufgeklippt, mit denen die einzelnen Werkzeuge eines Schweizer Messers befestigt sind. Will man die alten Griffschalen noch verwenden, so kann man sie vor dem Abhebeln erwärmen (z.B. mit einem Föhn) und vermeidet so, dass die Griffschalen ausbrechen.

  

Schritt 7: Nietenlöcher bohren
Damit die neuen Holzgriffschalen genau auf das Schweizer Messer passen, müssen entsprechende Löcher für die oben beschriebenen Nietenköpfe gebohrt oder gefräst werden.
Als Schablonen benutze ich alte Cellidor-Schalen (siehe auch Schritt 4), bei denen ich die Nietenlöcher einfach durchgebohrt habe, um die Position der Nietenköpfe zu markieren.

Nachdem die Positionen entsprechend markiert wurde, bohrt/fräst man die Löcher aus. Ich benutze dazu einen Dremel mit entsprechendem Fräser (Dremel 4000 + Dremel 196), man kann aber auch einen Stechbeitel o.ä. nehmen. Wie bei Schritt 5 gilt auch hier: da wieder freihand gearbeitet wird, ist Ruhe und Augenmaß vonnöten um die Aussparungen ausreichend tief werden zu lassen, aber nicht die Schalen durchzubohren.

Schritt 8: Neue Schalen aufkleben
(Bitte unbedingt Sicherheitshinweis* beachten, siehe unten)
Nun endlich kann man sich daran machen, die vorbereiteten Werkstücke zusammenzufügen, indem man die Griffschalenrohlinge auf das Messer klebt. Zuallerst jedoch müssen alle Teile staub- und fettfrei sein. Dazu reinigt man sowohl die Schalenrohlinge wie auch das Messer mit Aceton (oder einem anderen Lösungsmittel).

Damit die Schalen wirklich bombenfest auf dem Messer sitzen, benutze ich  2-Komponenten-Kleber (UHU-Endfest 300). Bei einer Aushärtung auf Zimmertemperatur (20°C) beträgt die Festigkeit bei Zugscherbelastung ca. 12N/mm2. Zwar könnte man diese Festigkeit durch Erhöhung der Aushärtungstemperatur noch steigern (10 Minuten Aushärtung bei 100°C ergibt ca. 25N/mm2); ich erachte die Festigkeit von 12N/mm2 für das Einsatzgebiet eines Schweizer Taschenmessers jedoch als ausreichend.
Schraubzwingen halten die Schalen in Position, bis der Kleber ausgehärtet ist.

* wichtiger Sicherheitshinweis!
Es empfiehlt sich, während des gesamten Arbeitsschrittes Handschuhe zu tragen (z.B. Einmalhandschuhe aus Latex), da in diesem Arbeitsschritt mit gesundheitsgefährdenden Stoffen gearbeitet wird.

Aceton:
Das hier verwendete Aceton reizt die Haut, da es diese entfettet. Inhalation größerer Dosen erzeugt Bronchialreizung, Müdigkeit und Kopfschmerz. Sehr hohe Dosen wirken narkotisch. Darüber hinaus ist es leichtentzündlich, d.h. der mit Aceton getränkte Lappen, mit dem das Messer oder die Schalen entfettet wurden kann sich bei Raumtemperatur an der Luft ohne Energiezufuhr erhitzen und schließlich entzünden. Daher empfiehlt es sich den Lappen nach Gebrauch luftdicht zu verschließen (ich benutze dafür ein altes Glas mit Schraubdeckel) oder mit Wasser auszuwaschen und zu entsorgen.

2-Komponentenkleber:
Der von mir verwendete 2-Komponentenkleber ist reizend, bzw. ätzend und umweltschädlich, da der Binder Epoxidharz enthält und der Härter Amine.
Weitere sicherheitsrelevante Informationen sind hier zu finden:
Sicherheitsdatenblatt UHU plus endfest 300 (Binder)
Sicherheitsdatenblatt UHU plus endfest 300 (Härter)

  

Fortsetzung folgt…

  

English description:
Part 1

Step 5: sawing out the workpiece
Now you have to saw out the workpieces aalong the drawed contours. I use a scrollsaw with a round saw-blade. If you like it unplugged you can also use a coping saw or a jewellersaw to cut through hard woods. For this step a cool hand and a good eye-judgement are important because you cut free hand. I recommend to cut along the contours generously – the wrinkles can be made even in a further step.

Step 6: Removing the old scales
After preparing the workpieces you have tp prepare the knife for modding. Therefore you lever up the old cellidor-scales by slipping under with a small blade and lever carefully. If you want to reuse the cellidor-scales you can warm them with a hairdryer so they do not break easily.

Step 7: Drilling holes
If you want the new wooden scales to fit on your SAK you have to drill holes for the rivets. I use old cellidor-scales I drilled through as a template to mark the positions of the rivets. After marking the positions you drill the holes. I use a Dremel-tool with an appropiate cutter, but you can also use a ripping chisel. Like step 5 you need again a cool hand and a good eye-judgement for not drilling too deep or even through the scales.

Step 8: attaching the new scales
(Important! Read the security advice below!)
Now you can attach the new wooden scales to the SAK. But first you have to make them clean and fat-free by using Aceton or other solvents.
I use a two-component adhesive (UHU Endfest 300) to glue the workpieces together. Hardening by 20°C causes a firmness of 12N/mm2. You can also enhance the firmness by using a higher hardening temperature but I suppose a firmness of 12N/mm2 as sufficient for a SAK. I use clamps to fix the workpieces until the adhesive has hardened.

Security advice:
It is strongly recommended to protect your health by wearing gloves, because you are working with components which are hazardous to health.

Aceton
=> https://en.wikipedia.org/wiki/Aceton#Safety

two-component adhesive
=> Material safety data sheet UHU plus endfest 300 (Binder)
 => Material safety data sheet UHU plus endfest 300 (Härter)

to be continued…

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