Review: Spyderco Zulu – Jens Ansø Design

Nach dem Böker Cox hat eine weitere Custom-Collaboration von Jens Ansø seinen Weg zu mir gefunden:
(English description below.)

Das Spyderco Zulu – C145G
Daten (laut Kataolog):
Klingenlänge: 77 mm
Klingenstärke: 3 mm
Gesamtlänge (offen): 175 mm
Länge (geschlossen): 101 mm
Gewicht: 96 g
Klingenstahl: CPM S30V
Schliff: Hohlschliff
Verschluss: LinerLock
Griff: G10

 

Erster Eindruck
Schon beim Böker Cox hat mich das Ansø-Design sehr angesprochen und so konnte ich eigentlich gar nicht anders, mir von der Zusammenarbeit zwischen Spyderco und Jens Ansø ein eigenes Bild zu machen. Der erste Eindruck ist rundum positiv. Auch wenn das Zulu eindeutig ein Spyderco ist, so ist doch die Formensprache von Jens Ansø unverkennbar. Mit einer Größe von knapp 10 cm (geschlossen) passt das Zulu perfekt in mein EDC-Muster.

 

Griff:
Als erstes fallen mir natürlich die typisch gegroovten Griffschalen aus schwarzem G10 ins Auge. Die sind natürlich nicht nur was fürs Auge, sondern bereiten auch der Haptik viel Freude. Die Griffmulden sind genau da wo sie sein sollen und das gegroovte G10 gewährleistet auch bei nassen Händen eine sichere und angenehme Griffigkeit. Was mir auch gut gefällt ist der dezent dunkle Taschenclip, der nicht zu stramm sitzt und das Messer schön tief in der Hosentasche verschwinden ließ, nachdem ich ihn auf „Tipp down“ ummontiert hatte. Dass für den Clip in den Griffschalen entsprechende Fräsungen vorhanden sind und die Griffschale an der Auflagefläche plan ist, sind clevere Details, die das sauber durchdachte Design unterstreichen.

 

Klinge:
Die Klinge sticht mit Ihrer ungewöhnlichen Form natürlich sofort ins Auge. Je nach Betrachtungsweise weist die Klinge entweder eine enormen Recurve-Schneide oder eine sehr hochgezogene Klingenspitze auf. Spyderco selbst nennt diese Klingenform „Scimitar-ähnlich„. Beides sind Eigenarten, bei denen ich bei meinen EDCs keinen großen Wert lege, da sie für mich weniger universell einsetzbar sind. So auch beim Zulu: Die Klingenspitze ist mir nicht fein/schlank genug, sondern wirkt eher „pummelig“. Auch der ausgeprägte Recurve ist für Schneidarbeiten auf geraden Flächen (z.B. in der Küche) weniger geeignet. Bei ziehenden Schnitten machte das Zulu jedoch eine sehr ordentliche Figur: Beim Schneiden von Verpackungen und Kartons kam der Recurve voll zur Geltung. Zudem konnte sich der Daumen sehr bequem auf der eleganten Wölbung der Klingenoberseite abstützen. Wirklich sehr schön, diese Details…

Kleines Manko: Das Spyderhole war an seinen Kanten noch unangenehm scharf, was meinem Daumen bei längerer Spielerei (*auf*zu*auf*zu*) gar nicht gefiel.

 

Lock:
Klassischer Linerlock, der die Klinge sicher und spielfrei hält.

 

Fazit
Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass Spyderco das Zulu in Taiwan produzieren lässt, it das Spyderco Zulu ist ein tolles Messer mit einer sauberen Verarbeitung (bis auf oben beschriebenes Manko) – man muß halt nur mit der eigenwilligen Klingenform klarkommen.

English description:

After Böker Cox another Custom Collaboration of Jens Ansø found its way to me.

Spyderco Zulu – C145G
Specifications (according to catalogue):
blade length: 3.031 “
blade thickness: .125 “
length overall: 6.875 “
length closed: 4 “
weight: 3.4 oz.
blade steel: CPM S30V
grind: hollow grind
Lock: LinerLock
Scales: G10

First impression:
Like the Böker Cox before, the Ansø appealed to me and I could not resist to make myself an impression of the collaboration between Spyderco-Company and Jens Ansø. First impression is very good. Even if the Zulu is a true Spyderco, the design of Jens Ansø is unmistakeable. With its length of 10cm (closed) the Zulu matches my EDC-profile.

Handle:
The handle has the Ansø-characteristic grooved G10-scales. They are not only optically good looking, but also fit into ones hand well. The grooves are exactly where they have to be and the G10 offers good and save grip even with wet hands. The decent grey Clip is removable (tip-up/tip-down) and allows deep carry in your pocket.

Blade:
The blade with its extraordinary shape is an eye-catcher. Depending on ones point of view the blade has an enormous recurve or a very high bend point. Spyderco desribes the shape as scimitar-like. I really don’t like each shape either when it comes to my EDC-preferences. The blade point is not as accurate but seems chubby instead. Also the marked recurve is not the right thing if you want to cut on an even surface (in kitchen for instance). When it comes to drawing cuts the Zulu shows its full potential. Cutting boxes, paper and cord with the recurve was pure fun. Also the thumb could rest on the elegant curvature on the spine. I really like those details…

Little flaw: The Spyderhole was a little bit sharp on its edges, which my thumb recognized when opening it several times.

Lock:
The LinerLock locks the blade secure and save.

Conclusion:
In consideration that the Zulu is produced in Taiwan the knife is built very well (only the little flaw mentioned above) and a very good knife. You only have to deal with the shape of the blade.

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Review: Böker Cox – Jens Ansø Design

Böker CoxWer in Deutschland ein Messer tragen will, hat es nicht leicht. Oft genug wird der Messerträger von seiner Umgebung kritisch beäugt und darf sich entsprechende Kommentare anhören („Wozu hast Du denn ein Messer dabei?“, „Wen willst Du denn damit abstechen?“).
Darüber hinaus schränkt das seit dem 1. April 2008 in Deutschland geltende Waffengesetz das Führen funktionaler Messer zum Teil erheblich ein (vgl. § 42a WaffG).

In diesem und einigen folgenden Reviews möchte ich Messer vorstellen, welche modernes und funktionales Design mit hochwertiger Materialauswahl verbinden und ohne rechtliche Bedenken in Deutschland (oder Ländern mit ähnlich restriktiver Gesetzeslage) geführt werden können.
(English desription below.)

Den Anfang macht das Böker Cox:
Daten (laut Katalog):
Klingenlänge: 67 mm
Klingenstärke: 4 mm
Gesamtlänge (offen): 16,0 cm
Gewicht: 94 g
Klingenstahl: N690
Verschluss: Slip Joint
Griff: G10 & Titan

 

Erster Eindruck:
Als erstes fällt das Messer natürlich durch die Formensprache des dänischen Messermachers und Industriedesigners Jens Ansø ins Auge: eine Wharncliff-Klinge mit rustikalem Stonewash-Finish und gefrästes G10 bilden die Eye-Catcher. Beim ersten in-die-Hand-nehmen fällt auf, wie klein, leicht und handlich das Cox ist– kurzum: perfekt als EDC geeignet.

Klinge:
Wie Anfangs erwähnt, sticht die Klinge mit ihrem modifizierten Wharncliff-Design und dem Stonewash-Finish natürlich sofort ins Auge. Obwohl „nur“ 67 mm lang meistert sie alle EDC-Arbeiten dank der Klingengeometrie ohne Probleme. Ist die Klinge am Klingerücken noch 4mm stark läuft sie dank des ausgeprägten Hohlschliffes in eine feine Schneide aus, die akkurate Arbeiten möglich macht. Als Klingenstahl kommt hier der N690 (1.4528) zum Einsatz, der in seiner Zusammensetzung und seinen Eigenschaften in etwa dem bekannten wie bewährten 440C entspricht. Dank des Stonewash-Finishs der Klinge fallen Gebrauchsspuren und Kratzer auch nach längerem Gebrauch kaum auf.

ganz kleines Manko: Der Nagelhau. Das Messer lässt sich aufgrund des strammen Slip Joints (s.u.) wirklich besser ohne den Nagelhau öffnen, der dadurch überflüssig ist und eher als Schmutzfänger (z.B. beim Schneiden von Lebensmitteln) wirkt.

Griff:
Bei der Konstruktion des Cox wurden moderne Griffmaterialien verwendet. Die hintere massive Titanplatine ist 3mm stark, wärend die vordere gefräste G10-Schale eine Stärke von 4mm aufweist. Die Verwendung dieser modernen Materialien spart einerseits Gewicht, so dass das Messer schön leicht ist, andereseits macht das Messer dadurch auch in Sachen Stabilität eine gute Figur.
Die Griffmulden der vorderen G10-Schale sind genau da wo sie sein sollen, so dass sich das Messer sowohl sicher als auch angenehm greifen lässt. Die hintere Titanplatine weist ebenfalls  ein Stonewash Finish auf und harmoniert optisch wunderbar mit der Klinge. Meine Kollegen im Büro waren darüber etwas verwundert, da das Messer dadurch „unfertig“ aussah, bis ich Ihnen erklärte, dass das ein Designelement ist, was so gehört!  Banausen!
Der umsetzbare Taschenclip (Tip-up/ Tip-down) auf der Rückseite sitzt nicht zu stramm und lässt das Messer schön tief in der Hosentasche verschwinden.

Kleines Manko: Hinten am Griff ist ein kleiner Spalt zwischen Rückenfeder und Platine zu sehen (kaum zu spüren), der aber die Funktion in keinster Weise beeinträchtigt.

Lock:
Das Messer ist als Slip Joint konzipiert – d.h. die Klinge wird nur durch die Kraft einer Rückenfeder offengehalten. In diesem Falle ist „nur“ eine Untertreibung, denn die Feder ist wirklich sehr stramm und hält die Klinge fest und sicher. Apropos sicher: Die Klinge stoppt beim Ein- und Ausklappen noch im 90° Winkel, so dass sich die Gefahr, sich hier in die Finger zu schneiden nochmals verringert.

Fazit:
Durch das Zusammenspiel von Slipjoint und der Klingenlänge von 67 mm läßt sich das Cox bedenklos in Deutschland (oder auch z.B. in Großbritannien oder Dänemark) als EDC führen. Dabei ist es toll verarbeitetes Messer (bis auf die o.g. kleinen Manko) , welches perfekt als EDC geeignet ist und auch durch sein elegantes und stilvolles Design keine Vorbehalte in Gesellschaft auslöst.

Zum Schluß  herzliches DANKE! an die Firma Böker für die Möglichkeit, das Messer testen zu können.

 

English description:

Carrying a knife in Germany is not easy. Often enough peaople are upset when you use a knife and leave corresponding comments as „Why do you have a knive? Who do you want to butcher?“.
In addition carrying certain functional knives is prohibited since April 1st 2998 by law.

In this and some following reviews I want to present knives in modern and functional design with valuable choice of material which can be carried without restriction in germany (or other countries with aquivalent illiberal law).

The first knife is the Böker Cox
Specifications:

Blade length: 67 mm
Blade Thickness: 4 mm
Blade Material: N690
Overall Length: 16 cm
Weight: 94 g
Lock Mechanism: slip joint
Scales: G10 & Titanium

First impression:
First of all the design of dutch knife-maker and industrial designer Jens Ansø is the eye-catcher: A wharncliff-blade with stonewash-finish and grooved G10-scales. Taking it into hand the knive is small, light-weight and handy: perfect as an EDC-knife.

Blade:
As mentioned above the wharncliff-blade with stonewash-finish is a true eye-catcher. Though it is „only“ 67 mm long, the blade masters all EDC-duties due to blade-geometry. At its spine the blade is 4 mm strong but is has a fine cutting edge edge because of the bold hollow-grind. Blade steel is N690, which is aquivalent to the known 440C-steel when it comes to composition and characteristics. Because of the stonewash finish scratches and other weraing-marks are nearly unvisible even after long use.

a little flaw: the nail-slit. The knife provides better opening when not using the nail slit, because of the really strong slip-joint. Therefore ist is unnecessary and only attracts dirt (cutting though food).

Handle:
Modern materials were used constructing the Cox. The backward titanium liner is 3mm strong while the front liner is made of 4mm G10. Using these modern materials lowers the wheight of the knife as it strengthens ist sturdiness.
The grooves in the G10-scales are exactly where they have to be and offer a comfortable and save grip. The titanium liner shows also a stonewash-finish like the blade and fits optically really nice to it.
The clip is removable (tip-up/tip-down) and allows deep carry in your pocket.

a little, little optical flaw: A little slit between backspring and liner can bee seen.

Lock:
The Cox is a slipjoint. That means that the blade is not locked, but it is only retained by the strength of a backspring. In this case „only“ is a understatement, because the spring is really strong and retains the blade safe and secure. Apropos safe and secure: While closing the knife, the blade stops at a degree of 90° which reduces the danger of cutting oneself.

Conclusion:
Because of the 67 mm blade and the slip joint the Cox can be used without regrets in germany or other states with illiberal knife laws (such as in the UK or Denmark , for example). Plus it is perfectly suited as an EDC-knife and convinces me due to its elegant design.

Thanks to the Böker-Company for the opportunity of testing this knife.

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