Review: Spyderco Techno C158TI von Marcin Slysz

Nach dem Para-Military 2, dem Squeak und dem Pingo  möchte ich Euch nun einen weiteren Folder aus dem Hause Spyderco vorstellen und zwar das:

Spyderco Techno C158TI  aus der Feder von Marcin Slysz
(English description below.)

Daten (laut Katalog):
Gesamtlänge: 152 mm
Klingenlänge: 65 mm (davon scharf: 59 mm)
Länge geschlossen: 87 mm
Klingenstärke: 4,5 mm
Klingenstahl: CTS XHP
Gewicht: 102 g
Griffmaterial: Titan
Verschluss: Framelock (Reeve Integral Lock)
Clip: Ja (tip-up, umsetzbar)

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Erster Eindruck:
Spyderco nennt diese Art von Messern little big knives. Das mag zunächst widersprüchlich klingen, aber irgendwie passt es zu dem Messer. Es ist klein – von den Abmessungen her nur unwesentlich größer als ein Spyderco Pingo. Und trotzdem kommt das Techno deutlich robuster daher, wenn es z.B. um Klingen- oder Griffdicke geht.
Wie ich es von Spyderco kenne und erwarte, ist die Verarbeitung sehr hochwertig – hier braucht sich das in Taichung (Taiwan) gefertigte Messer nicht hinter seinen Verwandten aus Golden (Colorado, USA, Earth) zu verstecken.

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Klinge:
Was mich neugierig auf das Messer machte, war der verwendete Klingenstahl: Carpenter’s CTS-XHP
Denn dieser Stahl kam bislang nur bei sehr wenigen Spydercos zum Einsatz (u.a. Sprint Runs), so dass ich mir ein eigenes Bild machen wollte. In seiner Zusammensetzung (Kohlenstoff: 1,6% / Chrom: 16% / Molybän: 0,8%) ähnelt er dem bekannten wie beliebten D2-Stahl, weist aber im Gegensatz zu diesem eine deutlich höhere Korrosionsbeständigkeit durch seinen erhöhten Chromanteil auf. Der Hersteller Carpenter Steel spricht dann auch davon, dass es sich beim CTS-XHP von seinen Eigenschaften her um einen standfesteren 440C oder um einen korrosionsbeständigeren D2 handelt, der sich bis auf 64HRC härten lässt.

Mit einer Länge von 65mm (davon scharf: 59 mm) ist die Klinge in ihrem dezenten Stonewash-Finish nicht übermäßig lang, sondern eher in der Kompaktklasse anzusiedeln. Im Kontrast dazu bewegt sich jedoch die Klingenstärke mit ihren stolzen 4,5mm, was meiner Meinung nach nicht zu solch einer kurzen Klinge passt! Zum Vergleich: Mein geliebtes Fällkniven F1 wartet ebenfalls mit einer 4,5mm starken Klinge auf! Im Resultat sind die Schneidleistungen des Spyderco Techno dann auch nicht überragend. Entweder fehlt es an Klingenlänge, um die Stärken einer so dicken Klinge ausspielen zu können, oder aber die mehr als robuste (aber kurze) Klinge steht sich bei feinen Schneidarbeiten selbst im Weg. Das obligatorische Schneiden eines Apfels geriet dann auch eher zur Spalterei… da hilft auch der Flachschliff nicht.

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Griff:
Der Griff des Spyderco Techno besteht (fast komplett) aus Titan, welches wie die Klinge ebenfalls ein alltagstaugliches Stonewash-Finish aufweist. Genau wie die Custom-Version besteht der Backspacer aus farbigem G10, welches dem Messer einen kleinen Farbtupfer verleiht. Da das Messer wie oben schon beschrieben, recht kompakt daherkommt, braucht es auch keinen allzu großen Griff, um die Klinge unterzubringen. Folglich fällt die Ergonomie für große Hände wie meine auch gerade noch zufriedenstellend aus – irgendwo zwischen 3- & 4-Finger-Messer.
Der Griff des Techno bietet darüber hinaus Platz für einen (umsetzbaren) Clip mit der von mir favorisierten deep-carry-Option.

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Lock:
Das Techno verriegelt per Framelock, welcher von Spyderco (wohl aufgrund des Titangriffes) als Chris Reeve Integral Lock (R.I.L.) bezeichnet wird. Dieser ist sauber konstruiert und verriegelt die Klinge sicher und spielfrei. Auch das Lösen des Locks ist leicht und problemlos.
Einziges Manko: Linkshänder dürften beim Öffnen des Messers Ihre Schwierigkeiten haben, da die Einhandöffnung des Spyderholes im geschlossenen Zustand durch den Framelock verdeckt wird. Schnelles und unkompliziertes Öffnen mit links ist also nicht drin.

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Fazit:Das Fazit ist beim Spyderco Techno etwas durchwachsen. Auf der einen Seite überzeugt das Messer aufgrund seiner tadellosen Verarbeitung und der durchweg hochwertigen Materialien.
Andererseits sagt mir das Design dieses little big knife überhaupt nicht zu.

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Trotzdem hat es mir wieder sehr viel Spaß gemacht und ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei Keno und Spyderco für die Möglichkeit bedanken, das Messer testen zu dürfen.

 

 

English description:

After the Para-Military 2, the Squeak and the Pingo  I would like you to present another folder from Spyderco:

Spyderco Techno C158TI  designed by Marcin Slysz

Specs (according to catalogue):
length overall: 152 mm
blade length: 65 mm (cutting edge: 59 mm)
length closed: 87 mm
blade thickness: 4,5 mm
steel: CTS XHP
weight: 102 g
handle material: Titanium
lock: Framelock (Reeve Integral Lock)
Clip: Yes (tip-up, removeable)

First impression:
Spyderco calls this sort of knives little big knives. This may sound contradictory on firstb sight, but it fits. The knife is small – its only a little bit larger like a Spyderco Pingo. Although the techno apperas much more stable, when you like at the blade for instance.
As I knew and expect it from Spyderco the workmanship of the knife is on top-level. This knife build in Taichung (Taiwan) does not need to hide behind its brothers made in Golden (Colorado, USA, Earth).

Blade:
I was very curious about the used blade steel: Carpenter’s CTS-XHP
This steel was used on only a few Spyderco knives, so that I had to look at myself. With its formula of 1.6% carbon and 16% chrome it is similar to the known D2 Steel, but shows more corrosion-resistance due to 16% chrome. Carpenter Steel desribes this steel as high carbon, high chromium, corrosion resistant alloy which can be described as either a high hardness Type 440C stainless steel or a corrosion resistant D2 tool steel. which can be hardened up to 64HRC.
With its cutting edge of only 59mm the blade with its decent stonewash-finish is not excessive long, but belongs to the compct-class. Contrary to this shortness the blade-thickness shows up with strong 4,5mm! In comparison: My beloved Fällkniven F1 has exact the same blade thickness!
In result the cutting performance of the Techno is not overwhelming. Its blade is either too short to show the advantage of the blade strength or the blade strength is too heavy for fine cutting jobs. Cutting an apple is more splitting it … even the flat grind does not help.

Handle:
The handle of the Spyderco Techno is made of titanium, which also shows an EDC-suitable stonewash-finish. Like the Custom-Version the backspacer is made of G10 which brings a little colour to the knife.
Because the blade has no large measurements, the handle does not have large measurements either. Therefore the ergonomy is at last sufficient. For my big hands this knife is somewhere between 3- or 4-finger knife. The Techno has a removable clip which allows my favoured deep-carry-option.

Lock:
The Techno locks via framelock, which Spyderco calls Chris Reeve Intergral Lock (R.I.L.), probably because its made of titanium. The lock is constructed well and holds the blade safe. Unlocking is easy and convenient.
Little flaw: Left-handed-persons will have problems to open the knive easily, because the framelock blocks the Spyderhole.

Conclusion:
My conclusion is a little up-and-down.
Up: Top level workmanship and excellent materials
down: the little big knife design

Nevertheless it was fun testing the knive. Thanks to Keno and the Spyderco-Company for the opportunity for a test.

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